Migranten-Alarm:

Warnschüsse an ungarischer Grenze

Migranten randalieren am serbisch-ungarischen Grenzübergang Röszke (Archivbild): Nun ist es erneut zu Zwischenfällen an der südungarischen Grenze gekommen

Bei einem Zwischenfall mit sogenannten Flüchtlingen an der serbisch-ungarischen Grenze Serbiens hat ein Sicherheitsbeamter nach Angaben der Polizei drei Warnschüsse abgefeuert. Zuvor hatten am Dienstagmorgen rund 60 Personen versucht, von der serbischen Seite aus den berühmt berüchtigten Übergang Röszke zu durchbrechen, sagte eine Polizeisprecherin. Es habe keine Verletzten gegeben.

Im südungarischen Röszke war es auf dem Höhepunkt der Invasion 2015 zu Unruhen gekommen, als Hunderte von Migranten versuchten, die Grenze zwischen Serbien und dem EU-Mitglied Ungarn zu durchbrechen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán ordnete daraufhin den Bau eines Stahlzauns entlang der Landesgrenzen an. In der Folge ging die Zahl der illegalen Grenzübertritte zurück – seit Ende 2019 steigt sie wieder an.

Bei dem Vorfall am Dienstag wurden die meisten Migranten laut Polizei noch an dem Kontrollposten aufgehalten. Vier Personen, die sich Zutritt nach Ungarn verschafft hätten, seien später aufgegriffen worden.

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