Migrantengewalt

Frankfurter Bahn-Mord: Eritreer stand nicht unter Drogen

Gedenken für den ermordeten Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof: Beim mutmaßlichen Täter konnte kein Alkohol- oder Drogeneinfluss festgestellt werden

Bei dem Afrikaner, der in Frankfurt eine Mutter und ihren Sohn vor den Zug gestoßen haben soll, wurde kein Drogenpegel festgestellt.

Der tatverdächtige 40 Jahre alte Eritreer, der vor rund vier Wochen im Frankfurter Hauptbahnhof einen achtjährigen Jungen und seine Mutter vor einen ICE gestoßen haben soll, stand nicht unter Drogeneinfluss (der Deutschland Kurier berichtete). Auch Alkohol sei bei der Blutuntersuchung des tatverdächtigen Afrikaners nicht nachgewiesen worden, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Dienstag. Zuvor hatte die ›Bild‹-Zeitung darüber berichtet. »Hinsichtlich Drogen war die Blutuntersuchung des Beschuldigten ohne Befund«, bekundete die Staatsanwaltschaft. Unklar sei noch, ob der Mann womöglich zum Tatzeitpunkt Medikamente genommen hatte. Hierzu stünden noch Untersuchungsergebnisse aus, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der Zeitung weiter.

Das achtjährige Kind war bei der Tat ums Leben gekommen, seine Mutter konnte sich im letzten Moment retten. Der Vorfall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Der Tatverdächtige, der seit 2006 in der Schweiz lebte, ist wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Ein Sachverständiger soll seine psychische Verfassung überprüfen. Es sei noch offen, wann ein Ergebnis vorliege.

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