Migrantengewalt

Abschiebung nach Auto-Randale im Ankerzentrum

Der Randalierer aus Nigeria wird abgeschoben: Die Autobesitzer – Mitarbeiter des Ankerzentrums Donauwörth – bleiben vermutlich auf einem Teil der Kosten für die demolierten Fahrzeuge sitzen

Der »Flüchtling« aus Nigeria hatte mit einem Ast auf zwölf Autos im Ankerzentrum Donauwörth (Bayern) eingeschlagen und einen Gesamtschaden von rund 50.000 Euro verursacht. Nun wird er abgeschoben.

Wie das Landesamt für Asyl und Rückführungen im oberbayerischen Manching am Donnerstag laut der ›Augsburger Allgemeinen Zeitung‹ (›AZ‹) mitteilte, wurden in den vergangenen Tagen 31 abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan und Nigeria – 23 von ihnen hatten zuvor Straftaten begangen – aus Bayern abgeschoben. Darunter war auch der 19-jährige Nigerianer, der Mitte Juli im Ankerzentrum Donauwörth mit einem Ast auf Fahrzeuge eingeschlagen und so die Front- und Heckscheiben zertrümmert hatte. (Ein Video dazu kursiert im Internet.)

Die Fahrzeuge gehörten Mitarbeitern, die im Ankerzentrum beschäftigt sind und nach dem tätlichen Angriff teilweise auf ihren Kosten sitzen bleiben werden. Die Autos waren unmittelbar vor dem Bürogebäude der Zentralen Ausländerbehörde abgestellt. Der Westafrikaner, dessen Asylantrag vor längerer Zeit abgelehnt worden war, war seit August 2018 im Donauwörther Ankerzentrum untergebracht und Mitte April dann in eine dezentrale Unterkunft im Landkreis Augsburg verlegt worden. Unmittelbar nach der Tat war der 19-Jährige festgenommen worden.

Das Landesamt betonte, dass das Augenmerk bei den jüngsten Abschiebungen auf der Rückführung von Straftätern liege. Zwei Afghanen und zwei Nigerianer hatten den Angaben zufolge, schwere Straftaten wie Totschlag und gefährliche Körperverletzung begangen beziehungsweise waren wegen Raubes sowie sexueller Nötigung straffällig geworden.

Neben dem Randalierer aus Donauwörth seien in den beiden Sammelabschiebungsfliegern neun weitere Afghanen und neun weitere Nigerianer gewesen, die während ihres Aufenthaltes in Bayern mit verschiedensten Delikten der Polizei teils mehrfach aufgefallen waren.

Katastrophale Abschiebebilanz

Wie der Deutschland Kurier berichtete, ist die Abschiebebilanz des Bundesinnenministeriums mehr als katastrophal. Laut Behördenstatistik konnten im gesamten vergangenen Jahr deutschlandweit nur etwa 23.000 der 48.600 von den Behörden anberaumten Abschiebungen tatsächlich durchgeführt werden. 1.637 Abschiebungen mussten 2018 »aufgrund von Widerstandshandlungen« am Flughafen abgebrochen werden. Noch einmal so viele hätten sich auf dem Weg dorthin gewehrt. Im vergangenen Jahr kam es insofern zu noch weniger erfolgreich durchgeführten Abschiebungen als in den beiden Vorjahren. Die rückläufige Tendenz setzt sich auch in diesem Jahr fort (1. Quartal: 5.613).

Bei der überwiegenden Mehrheit der ohne Schutzgrund über das Asylsystem eingereisten Migranten – von 2016 bis 2018 traf das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) 744.501 negative Asylentscheidungen – kommt es gar nicht zu einem konkreten Abschiebungsversuch. Gründe hierfür seien ungeklärte Identitäten, rücknahmeunwillige Herkunftsstaaten, erfolgreiche Klagen und Untertauchen – beides mit aktiver Hilfe durch sogenannte Flüchtlingshilfsorganisationen – oder weil schon Aufenthaltstitel etwa wegen Arbeitsaufnahme oder Familiengründung erteilt wurden. In der katastrophalen Rückführungsbilanz seinen sogar schon die Dublin-Überstellungen innerhalb Europas enthalten, die im vergangenen Jahr gerade einmal 7.102 Rückschiebungen ausmachten.

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