Mittelmeer-Schleuser

Evangelische Kirche will »Rettungsschiff« anschaffen

Schleuserpropaganda auf dem Kirchentag in Dortmund, Juni 2016: Nun geht die »Evangelische Kirche in Deutschland« einen Schritt weiter und will selbst ins Schleuser-Geschäft einsteigen

Unfassbar: Die »Evangelische Kirche in Deutschland« (EKD) will sich jetzt auch ganz offiziell im Schleuser-Geschäft betätigen!

Man werde ein Schiff kaufen, um sich im Mittelmeer an der »Rettung« von sogenannten Flüchtlingen beteiligen zu können, kündigte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm am Donnerstag vor der Bundespressekonferenz, einem Stelldichein des Hauptstadt-Mainstreams, an. Dafür werde eine sechs- bis siebenstellige Summe erforderlich sein.

Der »EKD«-Rat hat den Kauf eines Schiffes nach Angaben seines Vorsitzenden Bedford-Strohm bereits beschlossen. Man werde gemeinsam mit anderen Organisationen einen Verein gründen, der das Schiff umbauen lassen und betreiben soll.

Bedford-Strohm betonte, solange »Schutz suchende Menschen« im Mittelmeer ertrinken würden und staatliches Handeln »versagt«, werde die Evangelische Kirche die zivile Seenotrettung – sprich: Schleusung – nach Kräften unterstützen.

Nach gründlicher Prüfung habe der Rat der »EKD« beschlossen, eine entsprechende Resolution des jüngsten Kirchentages umzusetzen, führte der bayerische Landesbischof weiter aus. »Es ist mehr als Symbolik, es geht um exemplarisches Handeln. Es werden ganz konkret Menschen gerettet«, betonte Bedford-Strohm.

Kirche will aber nicht Reeder sein

Der Rat wisse, dass es auch in der Kirche Menschen gebe, die eine solche Aktion kritisch sehen. Die Entscheidung sei aber in der Kirchenkonferenz und im Rat der »EKD« »in großer Einmütigkeit getroffen« worden. Angeblich gebe es zahlreiche Emails mit zustimmenden Äußerungen, etwa: »Ich bin stolz auf meine Kirche.«

Bedford-Strohm zufolge wird die »EKD« das Rettungsschiff nicht selbst kaufen und als Reeder betreiben. Dies solle über einen Trägerverein »in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis« geschehen. Es werde Monate dauern, bis das Schiff gekauft und umgebaut ist. Die »EKD« werde auch bei der katholischen Kirche darum werben, sich zu engagieren.

Der »EKD«-Ratsvorsitzende forderte zudem, die »Kriminalisierung von Seenotrettern« zu beenden. Er verlangte, dass die staatliche Seenotrettung im Mittelmeer wieder aufgenommen wird. (hh)

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