Nach dem Shutdown-Irrsinn:

Auf den Handel rollt ein Tsunami zu

Der Shutdown-Irrsinn hat den stationären Handel in seiner Existenz getroffen. Galeria Kaufhof Karstadt will 50 Standorte schließen. Dies könnte erst der Anfang einer Verödung der Innenstädte sein. Die für den Herbst erwartete Pleitewelle dürfte das Aus für bis zu 50.000 Geschäfte bedeuten, warnen Experten.

Der Shutdown-Irrsinn hinterlässt tiefe Spuren in den Innenstädten: Noch immer herrscht vielerorts wie hier in Köln gähnende Leere

Wochenlang waren die Innenstädte wegen der Corona-Hysterie wie ausgestorben. Zwar wurden die Zwangsschließungen von Geschäften und Gastronomie seit Ende Mai wieder schrittweise gelockert, aber die Verbraucher wollen nicht so recht in Konsumstimmung kommen. Die anhaltende Flaute könnte zum Herbst hin in einer Pleitewelle münden, warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) und bestätigt damit das Video »Herbststurm« im Deutschland-Kurier.

Die angekündigte Schließung von 50 Galeria-Karstadt-Kaufhof-Standorten dürfte nur die Spitze eines Eisberges sein. Insgesamt könnten bis zu 50.000 Geschäfte in Folge der Corona-Hysterie ihre Türen dauerhaft schließen, befürchtet der HDE.

»Die Innenstädte haben es mit einem dreifachen Tsunami zu tun: dem Strukturwandel im Einzelhandel, der Digitalisierung und der Corona-Pandemie. Zusammen ist das für den Handel eine Herausforderung, wie er sie vielleicht noch nie erlebt hat«, ergänzt Boris Hedde vom Kölner Institut für Handelsforschung.

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