NATO-Kosten:

Deutschland zahlt ab 2021 offenbar höheren Anteil

NATO-Hauptquartier in Brüssel: Der deutsche Anteil an den Gemeinschaftskosten soll steigen, die Franzosen zahlen nicht mehr als bislang

Deutschland wird laut einem Medienbericht künftig einen genauso hohen Anteil an den Gemeinschaftskosten der NATO tragen wie die USA.

Die 29 Mitgliedstaaten des Militärbündnisses einigten sich nach Informationen der ›Deutschen Presse-Agentur‹ (›dpa‹) darauf, den Aufteilungsschlüssel entsprechend zu ändern. Demnach steigt der deutsche Anteil an den Gemeinschaftskosten vom Jahr 2021 an von derzeit 14,8 Prozent auf 16,35 Prozent.

Auf diese Zahl soll gleichzeitig der Anteil der USA gesenkt werden; er beträgt derzeit 22,1 Prozent. Die dann noch bleibende Finanzierungslücke füllen anteilig die anderen NATO-Staaten mit Ausnahme Frankreichs, wie ›dpa‹ weiter schreibt. Mit dem Geld aus der Gemeinschaftskasse werden zum Beispiel die Bündniszentrale in Brüssel und die militärischen Hauptquartiere finanziert.

Für Deutschland würde die Änderung des Verteilungsschlüssels bei konstanten Kosten eine jährliche Mehrbelastung in Höhe von mehr als 33 Millionen Euro bedeuten. Die USA könnten dagegen mehr als 120 Millionen Euro sparen.

Quelle: ›dpa‹

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