Neuer Traditionserlass: Von der Leyen verbietet der Bundeswehr das Erinnern

Der Selbstverwirklichungstrip der Ursula von der Leyen auf Kosten der Bundeswehr und ihrer Soldaten ist noch nicht zu Ende. Nach ihrer ersten Amtszeit hat sie eine Armee in Trümmern hinterlassen: Hubschrauber am Boden, U-Boote komplett ausgefallen, Flugzeuge nicht mehr auf Nato-Standard, Panzer nicht einsatzfähig.

Darum kümmert sich die Frau Ministerin auch jetzt nicht, nachdem sie zum Schrecken der Offiziere und Mannschaften für eine zweite Amtszeit ernannt worden ist. Stattdessen füttert sie die Medien mit Kaspereien über schwangerentaugliche Uniformen und bläst mit einem neuen »Traditionserlass« zum Generalangriff auf das militärische Gedächtnis der Armee.

Mit ihrem Pauschalvorwurf »rechtsextremer Tendenzen« und ihrer Hexenjagd auf militärgeschichtliche Erinnerungsstücke in den Kasernen hat von der Leyen die Truppe im letzten Jahr bis ins Mark beleidigt.

Ihr »Traditionserlass« setzt dieser Demütigung die Krone auf.

Zu Recht spricht Gerold Otten, Verteidigungsexperte der AfD-Bundestagsfraktion und früherer Luftwaffenoffizier, von einem »Misstrauensvotum gegenüber der Truppe«.
In der Tat: Die Bezeichnung »Traditionserlass« ist für diesen Gesinnungsknebel irreführend. Es ist ein »Denkverbote-Erlass«, der große Teile der deutschen Militärgeschichte aus dem Gedächtnis der Soldaten tilgen soll, weil sie einer selbstherrlichen und karrieregeilen Ministerin nicht in den Kram passen. Die ganze Bundeswehr soll auf die ideologische Linie der »Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt« gebracht werden – eine Politisierung der Armee, die ihresgleichen sucht.

Geht es nach von der Leyen, sollen nicht nur Wehrmacht und NVA als Institutionen, sondern auch jeder ihrer Soldaten, bis auf einige ideologisch genehme Ausnahmen, pauschal für die damals herrschenden Diktaturen haftbar gemacht und aus der Erinnerung getilgt werden. Die eigene Geschichte soll der Bundeswehr als »Bezugspunkt« genügen – als wäre sie irgendwann vom Himmel gefallen. Perfide spielt von der Leyen so die erinnerungswürdigen Leistungen von Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz gegen den Rest der deutschen Militärgeschichte aus.

Nicht nur im Ausland schüttelt man über diesen Säuberungseifer den Kopf. Der israelisch-deutsche Historiker Michael Wolff­sohn, langjähriger Professor an der Münchner Bundeswehr-Universität, hält das für kurzsichtige Schwarz-Weiß-Malerei, und der frühere Generalinspekteur Harald Kujat warnt davor, Tradition zum Spielball tagespolitischer Launen zu machen.

Solche Kritik juckt Frau von der Leyen natürlich nicht, solange die Merkelsche Gnadensonne über ihr scheint und grünlinke Medien ihr applaudieren.

Aber Tradition lässt sich nicht einfach befehlen.

Die Soldaten im Einsatz werden sich ihre Vorbilder auch in der Geschichte suchen – ob das einer politisch überkorrekten Ministerin nun gefällt oder nicht.

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