Österreich

Brandanschlag auf FPÖ-Geschäftsstelle

Auf die Sankt Pöltener Geschäftsstelle der Freiheitlichen Partei Österreichs haben Unbekannte einen Brandanschlag verübt

Die »Ösi-Antifa« lässt grüßen: Unbekannte haben Brandsätze auf die Geschäftsstelle der FPÖ in Sankt Pölten (Niederösterreich) geschleudert. Der Angriff fällt in den beginnenden Wahlkampf.

Vier weiße Gestalten sind auf Schwarzweiß-Nachtbildern zu sehen, welche die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) am Montag veröffentlichte. Sie schleudern grell aufflammende Gegenstände auf ein Gebäude der FPÖ-Geschäftsstelle in Sankt Pölten. Eine Überwachungskamera hat den Anschlag aufgezeichnet.

Die Flammen konnten glücklicherweise schnell gelöscht werden, weil laut Medienberichten zufällig ein Feuerwehrmann in einem Taxi in der Nähe vorbeifuhr und den Brand bemerkte. Die Polizei bestätigte, dass Brandbeschleuniger eingesetzt wurden.

Laut den Videoaufzeichnungen versuchten es die Täter um 1.40 Uhr ein erstes Mal. Ihr wirres Durcheinanderlaufen scheint darauf hinzudeuten, dass einer der Angreifer sich selbst angezündet hatte. Danach wurde aus größerer Entfernung hastig ein weiterer Brandsatz geworfen und die Täter flüchteten.

Gut zwanzig Minuten später kehrten mindestens zwei Personen zurück und warfen abermals Brandsätze und auch Steine gegen das Haus. Offenbar wollten die Angreifer einen Lagerraum in Brand setzen.

»Ausdruck politischen Hasses«

Über die Täter und ihr Motiv gab es zunächst keine offiziellen Angaben, doch spricht vieles für die Deutung, mit der die FPÖ am Montag an die Öffentlichkeit ging: Es habe sich um einen gezielten Anschlag gegen die Partei gehandelt. Dieser sei »Ausdruck politischen Hasses und roher Gewalt«. Offenbar handele es sich um das Werk von »Linksextremisten« beziehungsweise »Anarchisten, die von SPÖ, Grünen und NGOs wie SOS-Mitmensch gestützt und beschützt« würden, hieß es aus FPÖ-Kreisen. Der niederösterreichische FPÖ-Chef Udo Landbauer sprach von einem »Anschlag auf die Demokratie«. (lol)

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