Peinliche Aktion:

Volkswagen lässt Hallennamen während AfD-Parteitag abdecken

Der Volkswagen-Konzern hat angekündigt, während des Bundesparteitages der AfD am übernächsten Wochenende in der Volkswagen-Stadthalle in Braunschweig den Schriftzug zu »neutralisieren« – sprich abdecken zu lassen.

Gegen die demokratische Wettbewerbskultur: Während des AfD-Parteitages lässt der VW-Konzern den eigenen Schriftzug »neutralisieren«

Die AfD hält ihren Bundesparteitag vom 30. November bis 1. Dezember in Braunschweig ab. Die Belegschaftsvertretung von Volkswagen hatte im August erklärt, keine AfD-Versammlung in einer Halle zu dulden, die als »Volkswagen-Halle« ersichtlich sei. Demnach unterstützt auch das Unternehmen diese Haltung und forderte den Betreiber der Halle auf, den Schriftzug unkenntlich zu machen. Die Buchstaben an der Halle sollen, wie das ›Redaktionsnetzwerk Deutschland‹ (›RND‹) berichtete, abgedeckt werden.

Nachdem am Dienstag ein Antrag der Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) mit dem Versuch scheiterte, den Mietvertrag für die Volkswagen-Stadthalle aufkündigen zu lassen (der Deutschland Kurier berichtete), kann die AfD ihren grundgesetzlich verbrieften Anspruch auf die Nutzung öffentlicher Einrichtungen wahrnehmen.

Vor dem anstehenden Bundesparteitag der AfD in Braunschweig, zu dem rund 600 Delegierte in der angemieteten VW-Halle erwartet werden, hat sich die niedersächsische Landesvorsitzende der Partei, Dana Guth, besorgt zu den angekündigten Gegendemonstrationen geäußert. Linke bis linksextremistische Gruppierungen haben einmal mehr gegen die AfD mobilisiert und Großdemonstrationen angemeldet. Nachdem in der vergangenen Woche Linksextremisten Privatadressen von AfD-Mitgliedern im Internet veröffentlicht haben, wird zudem der Polizeischutz für die AfD verstärkt.

AfD-Parteichef Jörg Meuthen kommentierte das Vorhaben gegenüber dem ›RND‹: »Ich glaube nicht, dass das Unternehmen Volkswagen sich mit dieser peinlichen und der demokratischen Wettbewerbskultur hohnsprechenden Aktion einen Gefallen tut.« Etliche tausend AfD-Mitglieder und Millionen AfD-Wähler würden das sorgsam wahrnehmen und dem Unternehmen VW künftig sicher weniger gewogen sein, womöglich auch bei Entscheidungen über den Kauf ein neues Auto.

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