Politische Kriminalität:

Geschäft von AfD-Politiker mit Farbe beschmiert

Das Geschäft des Münsteraner AfD-Stadtrats Martin Schiller wurde am Montagmorgen Ziel einer linksextremistischen Attacke: Unbekannte beschmierten das Wohn- und Geschäftshaus großflächig mit Farbe und Schriftzügen. Der Staatsschutz übernimmt die Ermittlungen.

Der Stickerei- und Textildruckbetrieb, den Stadtrat Martin Schiller seit 2004 in der Warendorfer Straße in Münster betreibt, wurde am frühen Montagmorgen gegen 5 Uhr mit blutroter Farbe beschmiert und bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet. Auf dem davorliegenden Straßenpflaster wurden mit schwarzer Sprühfarbe die linksextremen Parolen (»FCK AFD«) aufgesprüht. Auch anliegende Wohnungen seien in Mitleidenschaft gezogen worden.

Link zum Facebook-Eintrag

Martin Schiller, der für die AfD im Stadtrat von Münster sitzt und das Geschäft für Stickerei und Textildruck im Erdgeschoss des Hauses betreibt, spricht gegenüber der ›Westfälischen Nachrichten‹ von einem »eindeutig linksextremistischen Anschlag« und fragt auf seiner ›Facebook‹-Präsenz: »Sieht so der von den Kartellparteien, Staatsmedien und Kirchen geförderte sowie subventionierte Kampf ›gegen rechts‹ aus?«

Schon mehrfach sei sein Ladenlokal Ziel derartiger Angriffe geworden, teilte Schiller gegenüber der Zeitung weiter mit. So vor rund einem Jahr, als Unbekannte Buttersäure unter dem Türschlitz hindurch gespritzt hatten. Auch wenn das Ladenlokal angemietet sei, werde er für die Schäden aufkommen müssen. Beeinflussen lassen werde er sich dadurch aber nicht, betont er: »Die kriegen mich nicht klein.« Dass durch die Taten auch Unbeteiligte getroffen würden, das finde er besonders schlimm. »Wir haben ja noch andere Unternehmungen neben mir und über mir. Die wollen einfach nur in Ruhe ihre Geschäfte machen«, so der AfD-Politiker. Traurig finde er zudem die fehlende Reaktion anderer Politiker und stellt fest: »Es gibt keinen Aufschrei der anderen politischen Parteien.«

Zwischenzeitlich meldete sich Stephan Orth, Vorstandssprecher der Grünen in Münster, via ›Facebook‹ zu Wort und verurteilte die Farb-Attacke. Es müsse andere Wege geben, »die AfD politisch zu bekämpfen«, so der Grünen-Politiker. CDU-Fraktionschef Stefan Weber zog sodann nach und nannte in einer Pressemitteilung den Farb-Anschlag »inakzeptabel«. Dies würde zudem die politische Auseinandersetzung mit der AfD erschweren.

Da die Polizei von einer politisch motivierten Tat ausgeht, übernimmt der Staatsschutz die Ermittlungen.

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