»Politischer Tiefpunkt«

Alexander Gauland (AfD): »›AKK‹-Anschuldigungen sind ungeheuerlich!«

Der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland, hat die Vorwürfe der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer gegen die AfD scharf zurückgewiesen. Kramp-Karrenbauer hatte die AfD als »politischen Arm des Rechtsradikalismus« bezeichnet.

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland zu den Äußerungen von Annegret-Kramp-Karrenbauer (CDU): »Infame Anschuldigungen deutscher Spitzenpolitiker gegen die größte Oppositionsfraktion im Bundestag«

Auf dem zurückliegenden Deutschlandtag der Jungen Union hat die CDU-Vorsitzende und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (»AKK«) die AfD massiv angegriffen. Die CDU-Politikerin bezeichnete die größte Oppositionspartei im Deutschen Bundestag als den »politischen Arm des Rechtsradikalismus«.

Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alexander Gauland, erklärte am Montag in Berlin dazu:

»Es ist empörend und ungeheuerlich, welch infame Anschuldigungen deutsche Spitzenpolitiker und Inhaber höchster Staatsämter gegen die größte Oppositionsfraktion im Bundestag derzeit vorbringen. Eine abscheuliche Gewalttat zu nutzen, um die politische Konkurrenz und deren sämtliche Anhänger in dieser ehrabschneidenden Weise zu diffamieren, ist ein neuer Tiefpunkt für die demokratische Kultur in diesem Land.

Frau Kramp-Karrenbauer ist nicht nur CDU-Vorsitzende, sondern auch Kabinettsmitglied und damit im besonderen Maße zur parteipolitischen Zurückhaltung verpflichtet. Mit ihren Äußerungen hat sie sich restlos disqualifiziert – und das nicht nur als Ministerin.«

Kramp-Karrenbauer steht aktuell wegen schlechter Umfragewerte massiv unter Druck. Laut einer Umfrage von Kantar Public im Auftrag des ›Spiegels‹ wünschen weniger als 30 Prozent der Befragten der Merkel-Erbin eine »wichtigere Rolle«. Selbst unter den eigenen Parteianhängern findet sie keine Mehrheit als mögliche Kanzlerin.

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