EInbruch ins Kinderzimmer: Der materielle Schaden hält sich in Grenzen. Aber die Psyche leidet stark

Wir kennen die Geschichten von den Raubzügen im Mittelalter. Doch was heute in Deutschland in puncto Einbruchskriminalität passiert, steht dem in nichts nach. Im letzten Jahr wurden sage und schreibe 151.000 Fälle zur Anzeige gebracht. 10 Jahre zuvor waren es noch 106.000, also ein dramatischer Anstieg! Die Aufklärungsquote ist gering, sie liegt bei nur 20 Prozent.

Seit Jahren führt die Politik der offenen Grenzen dazu, dass organisierte Verbrecherbanden in Deutschland reihenweise in Häuser und Wohnungen einsteigen. Jeder, der dies einmal erlebt hat, weiß, dass man ein solches Ereignis ein Leben lang nicht mehr vergisst. Viele Opfer sind regelrecht traumatisiert. Ich selbst habe das als Jugendlicher zweimal erlebt. Damals in den 90er-Jahren waren es rumänische Einbrecherbanden, die sich in den Wäldern versteckten und die Bevölkerung terrorisierten. Und vor wenigen Tagen mussten es auch meine Frau und meine vier Kinder erleben:

Bei der Rückkehr von einem privaten Besuch war unser Haus aufgebrochen! Alle Zimmer waren durchwühlt, auch die der Kinder.

Die Polizisten erzählten uns, dass in unserer Gegend zurzeit Banden aus Georgien (!) ihr Unwesen treiben. Noch schlimmer als der materielle Schaden ist der verstörende Gedanke: Fremde Leute haben in unseren privaten Sachen geschnüffelt. Das empört und man fühlt sich hilflos.

Eine der wichtigsten Aufgaben des Staates ist es, die Bürger vor Kriminalität zu schützen. Wie kann es sein, dass Diebesbanden aus Georgien und anderen Ländern ungehindert nach Deutschland kommen können? Wenn der deutsche Staat mit seinen offenen Grenzen nicht seine Kernaufgaben erfüllen kann, dann müssen wir wieder zur Kontrolle der nationalen Grenzen zurück. Während des G-20-Gipfels in Hamburg hat man es auch so gemacht. Dadurch wurden Hunderte von Straftätern gefasst. Sind die normalen Bürger etwa weniger wert als die Polit-Elite? Diese Raubzüge müssen endlich entschieden bekämpft werden! Das Vertrauen der Bürger in einen funktionierenden Staat schwindet sonst immer mehr.


Dr. Malte Kaufmann

ist Unternehmer und war von 2002 bis 2016 Mitglied der CDU. Im September kandidierte er für die AfD im Wahlkreis Heidelberg/Weinheim.

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