Regierungsplan

Deutsche sollen Gold nur noch bis 2.000 Euro anonym bekommen

Die Bundesregierung will die wirtschaftliche Freiheit der Bürger weiter einschränken: Der Kauf von Gold soll streng überwacht werden

Wie beim Bargeld will die Bundesregierung den Bürger jetzt auch beim Gold deutlich einschränken. Offiziell geht es um den Kampf gegen Geldwäsche. Ab Januar 2020 sollen die Deutschen Gold nur noch bis 2.000 Euro anonym erwerben können. Kritiker fürchten einmal mehr einen versteckten Angriff auf die Freiheit der Bürger.

Die Bundesregierung will die Obergrenze für anonyme Goldkäufe offenbar drastisch herabsetzen: Ab 2020 sollen Edelmetallhändler bereits bei einem Betrag über 2.000 Euro die Personalien des Käufers kontrollieren und eine Risikoanalyse durchführen. Das geht aus einem Referentenentwurf des Finanzministeriums hervor, der noch im Bundestag diskutiert werden muss.

Wer Edelmetalle in Form eines Tafelgeschäfts anonym und in bar bei einem Edelmetallhändler kaufen wollte, konnte das bis zum 25. Juni 2017 zur damaligen Obergrenze von 14.999,99 Euro tun. Ab dem 26. Juni 2017 galt dann die Neuregelung des Geldwäschegesetzes, die unter anderem eine Absenkung anonymer Barkäufe, auch von Edelmetallen, auf 9.999,99 Euro vorsah. Zur Verdeutlichung: Ein Krügerrand in der klassischen Unzen-Größe kostet, Stand Anfang Juli, etwa 1.250 Euro; ein 50 Gramm Goldbarren knapp über 2.000 Euro. Somit wäre die 2.000-Euro-Grenze bereits beim Kauf von zwei 1 oz Krügerrand Goldmünzen weit überschritten. Ein 50 Gramm Goldbarren wäre mit anonymer Barzahlung, also ohne Offenlegung persönlicher Daten, unmöglich.

Man kann diesen erneuten Angriff auf die Bargeldobergrenze durchaus in einem größeren Zusammenhang sehen. So gibt es ja schon länger Bestrebungen zur Bargeldabschaffung. Auch werden seit Jahren in vielen Ländern die gesetzlichen Grenzen für Bargeldzahlung immer enger gezogen. Nur drei aktuelle Beispiele für allgemeine Bargeldobergrenzen aus anderen europäischen Ländern:

  • Frankreich: 1.000 Euro
  • Spanien: 2.500 Euro
  • Italien: 2.999 Euro

Kritiker bezweifeln, ob es beim Geldwäschegesetz wirklich um die Eindämmung von Kriminalität geht. Denn bei einem Geldsystem ganz ohne Bargeld hätten (Zentral-) Banken endgültig die volle Kontrolle über die Bürger. Ohne Bargeld lässt sich jede gewünschte Zins- und Geldpolitik durchsetzen.

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