Riesige Haushaltsüberschüsse – doch das deutsche Volk geht wieder mal leer aus!

Seit vielen Jahren steht Deutschland ganz weit oben im Ranking der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), was die Steuer- und Abgabenlasten betrifft. Dieses Jahr war der »Steuerzahlergedenktag« am 18. Juli. Das heißt, im statistischen Mittel mussten die Bundesbürger allen Verdienst bis zu diesem Tag an den Staat abgeben, bevor sie dann für sich selber arbeiten konnten. Von 1 Euro Arbeitslohn bleiben laut Berechnungen des Bundes der Steuerzahler nur 45,7 Cent übrig.

Nun gäbe es reichlich Spielraum, die deutschen Bürger zu entlasten. Im ersten Halbjahr 2018 erwirtschaftete der Staat einen Rekordüberschuss von sage und schreibe 48,1 Milliarden Euro. Doch statt die Belastungen für die Bürger endlich spürbar zu senken, werden nur kleine kosmetische Geschenke verteilt. Zwar wurde der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung gesenkt. Doch dies wird durch die geplanten Steigerungen bei der Renten- und Pflegeversicherung wieder komplett aufgefressen und überkompensiert: Das Rentenpaket sieht Steigerungen des Rentenbeitrages bis zum Jahr 2025 vor – auf dann 20% des Bruttolohns. Und die Pflegeversicherung soll Anfang des kommenden Jahres um 0,5 Prozentpunkte steigen. Am Ende bleibt dann sogar weniger Netto vom Brutto – die Belastungen steigen immer weiter!

Der Bundesregierung scheint es herzlich wenig zu interessieren, dass sich die Bundesbürger inzwischen wie Melkkühe fühlen. Für „Flüchtlingsausgaben“ werden Milliarden aufgewendet. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn schätzt diese auf unglaubliche 450.000 Euro pro »Flüchtling«. Milliarden sind auch für die »Energiewende« drin: Diese kostet laut Focus bis zum Jahr 2025 unvorstellbare 520 Milliarden Euro. Und dann ist da noch die »Euro-Rettung«. Die Bundesbank hat inzwischen fast 1 Billion Euro Zahlungsverbindlichkeiten der Euro-Pleiteländer in den Büchern.

Für andere Staaten, angebliche Rettung des Weltklimas und die Bekämpfung der Weltmigrationsprobleme wird also Geld in Hülle und Fülle locker gemacht. Aber für das deutsche Volk? Das soll schön brav weiter arbeiten gehen und lautlos seine Steuern zahlen. Der deutsche Michel hat das jahrelang mitgemacht. Aber so langsam wird er wach. Immer mehr Bürger haben diese Politik satt und wenden sich mit Grausen von den etablierten Parteien ab. Das sieht man deutlich in den Wahlergebnissen der letzten Jahre. Wir brauchen endlich wieder eine Politik, die die nationalen Interessen vorne anstellt. Für Deutschland muss analog zum Wahlspruch Trumps gelten: Germany first!


Dr. Malte Kaufmann

Sprecher AfD Kreisverband Heidelberg

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