Sammlung linker Straftaten

AfD startet Onlineportal »Blick nach Links«

Die neue Website »Blick nach Links« dokumentiert linke Straftaten ebenso wie Netzwerke und Geldgeber des Linksextremismus

Die AfD hat ein bundesweites Onlineportal zur Erfassung linker Vorfälle gestartet. Auf der Internetseite »Blick nach Links« sollen laut der Partei unter anderem Straftaten gesammelt und über linke Netzwerke informiert werden. »Jetzt führen wir den Kampf gegen links«, sagte die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch am Donnerstag bei der Vorstellung des Projekts in Berlin. Die Amadeu Antonio Stiftung reagierte entsetzt auf das Portal.

»Autos werden angezündet, Menschen zusammengeschlagen, ganze Straßenzüge zerstört; es kommt zu Morddrohungen gegen Politiker. Seit Jahren terrorisieren Linke fast ungehindert die deutsche Öffentlichkeit. Der ›Blick nach Links‹ informiert über die linke Ideologie, über Akteure und die Folgen ihres Tuns, über die Netzwerke und Geldgeber: blicknachlinks.org«, so AfD-Bundesvorstandsmitglied Beatrix von Storch am Donnerstag.

»Der Kampf gegen links hat ab heute eine Informations- und Kampagnenplattform«: die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch zur Eröffnung des neuen Onlineportals

Es sei Zeit für einen Blick nach links, um endlich aufzuklären über die weit verbreitete linksextreme Gewalt gegen Demokraten in Deutschland, die mittlerweile als Normalität erscheine, so von Stroch, die weiter ausführt: »Außerdem wollen wir als AfD mit dem Portal ›blicknachlinks.org‹ die Verbindungen des oftmals staatlich geförderten Linksextremismus offenlegen. Der Kampf gegen links hat ab heute eine Informations- und Kampagnenplattform.«

Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski erklärt weiterführend, dass auf dem Portal ab sofort Übergriffe gegen die AfD gesammelt werden, aber auch alle Aufrufe, die sich mit Hass und Hetze gegen die AfD richten. Die Bandbreite dafür sei enorm, so Pazderski und zählt auf: Extremistische Terroristen. Verblendete linksradikale Wohlstandskinder. Rot-grün-dominierte Gesinnungsjournalisten, Kader und Nachwuchskräfte der Altparteien. Sie fürchten angesichts immer dramatischer werdender Wahlniederlagen um Macht und Posten. Gemeinsam eint alle, den Status Quo einfrieren zu wollen. »Auch wenn es überall längst zu bröckeln begonnen hat und immer mehr Menschen vom einstigen Wohlstand Deutschlands abgehängt werden. Dafür wird nicht nur gelogen, dass sich die Balken biegen, sondern zunehmend auch ausgegrenzt und zensiert. Das alles wollen wir aufdecken. Helfen Sie mit und melden Hass und Hetze gegen die AfD. Damit alle es erfahren!«, so der AfD-Politiker.

Amadeus Antonio Stiftung: »Neues Instrument, um Hass zu schüren«

Die Amadeu Antonio Stiftung bezeichnete das neue Onlineportal als »neues Instrument, um Hass zu schüren«. Sprecher Robert Lüdecke warnte davor, die dort veröffentlichten Zahlen und Vorfälle ungeprüft zu glauben. Es sei eine bekannte Strategie der AfD, »dass Fälle und Äußerungen aus dem Kontext gerissen werden«, so Lüdecke gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Es gehe offensichtlich darum, Engagement gegen Rechtsextremismus zu diffamieren.

Über den Zeitpunkt der Vorstellung des Portals sagte Lüdecke, die AfD stehe aktuell sehr unter Druck. Wegen des Mordes am CDU-Politiker Walter Lübcke werde öffentlich viel über Rechtsextremismus diskutiert. »Sie werden alles daran setzen, den Fokus der Debatte wieder zu verschieben«, so Lüdecke über die AfD.

Die weit im linken bis linksradikalen Feld agierende Amadeu Antonio Stiftung wird vom Bundesfamilienministerium massiv gefördert. Ein Ex-Mitarbeiter der Stiftung wird verdächtigt, Anfang des Jahres das Auto eines AfD-Politikers angezündet zu haben.

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