Scharia

Homosexuellen droht in Brunei die Steinigung!

Homosexuelle sollen im Kleinstaat Burnei nicht nur – wie hier im Bild in Indonesien – ausgepeitscht, sondern nach Scharia-Recht sogar gesteinigt werden dürfen

Im südostasiatischen Kleinstaat Brunei droht Homosexuellen künftig die Steinigung nach der Scharia. Trotz massiver internationaler Kritik führt der südostasiatische Kleinstaat Brunei die Todesstrafe für Schwule und Lesben ein.

Wenn homosexuelle Partner Sexualverkehr haben, droht ihnen, dass sie wie im Mittelalter zu Tode gesteinigt werden. Auf Beschluss der Regierung und mit Billigung des autoritär herrschenden Sultans Hassanal Bolkiah werden die Strafgesetze entsprechend verschärft. Grundlage dafür ist die Scharia, die islamische Rechtsprechung. Betroffen sind auch Ausländer.

In der ehemaligen britischen Kolonie auf der Insel Borneo ist die große Mehrheit der etwa 500.000 Einwohner muslimischen Glaubens. Der Sultan – einer der reichsten Monarchen der Welt – regiert dort bereits seit 1967. In den vergangenen Jahren haben konservative islamische Kräfte immer mehr Einfluss gewonnen. Bislang stehen auf homosexuelle Beziehungen bis zu zehn Jahre Haft. Schwule und Lesben werden seit jeher unterdrückt. Homosexualität war auch schon zu Kolonialzeiten offiziell verboten.

Vom 3. April 2019 an kann Sex zwischen Männern oder Sex zwischen Frauen nun jedoch sogar mit der Hinrichtung bestraft werden. Auch öffentliche Züchtigungen mit dem Stock sind dann möglich.

Verschärft werden auch die Strafen für Diebstahl. Künftig müssen Diebe damit rechnen, dass ihnen Hände und Beine amputiert werden. »Amnesty International« appellierte an Brunei, auf solch »grausame und unmenschliche Strafen« zu verzichten. (hh)

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