Schreckgespenst »2. Welle«:

Wie das RKI uns Bürger systematisch verunsichert

Corona-Kassandra vom Dienst: RKI-Präsident Lothar Wieler

Seit zwei Wochen schlägt das Robert Koch-Institut (RKI) Daueralarm, weil die »Fallzahlen steigen«. Was das regierungsamtliche Institut mit einem Veterinär als Präsident nicht sagt: Die Zahl der Tests wurde massiv ausgeweitet.

Fast täglich warnt das RKI vor einer »zweiten Corona-Welle«, welche sich durch eine gestiegene Zahl an registrierten Infektionen mit dem Coronavirus andeuten könnte. Die Warnungen werden von der Bundesregierung und zahlreichen Medien gierig aufgesogen.

Richtig ist: Die Zahl der registrierten Infektionen ist in den vergangenen Tagen und Wochen tatsächlich gestiegen. Eine zweite Welle bahnt sich derzeit aber alles andere als an, schreibt der Sachbuchautor und Publizist Paul Schreyer in einem Beitrag auf dem Portal ›Multipolar-Magazin‹. Denn das RKI verschweige schlichtweg wichtige Faktoren, welche den Anstieg bei den Fallzahlen weitestgehend entkräften und in Relation zum Gesamtgeschehen setzen würden.

Erheblicher Spielraum für Manipulationen

Dazu gehört beispielsweise, dass die Anzahl der Tests seit Mitte Juni um 75 Prozent ausgeweitet wurde – von 326.000 auf 573.000, wie aus einem offiziellen Dokument des RKI hervorgeht. Viel aussagekräftiger als die nominale Zahl der Infizierten ist jedoch die Zahl der Infizierten im Vergleich zur Ausweitung der Testkapazitäten. Die daraus folgende Rate der positiv Getesteten ist aber verschwindend gering angestiegen.

Schreyer zählt noch andere wichtige Faktoren auf, welche bei der Interpretation der Infiziertenzahlen berücksichtigt werden müssen – auf die das RKI aber zumindest in der öffentlichen Kommunikation nicht eingeht. Dazu zählt beispielsweise die Frage, in welchen Regionen die Tests derzeit stattfinden.

Bemerkenswert ist, wie Schreyer schreibt: »Über die sich im Zeitverlauf ändernde Zusammensetzung der Testorte (wo wird in welcher Woche getestet) liegen keine amtlichen Zahlen vor; hier existiert bei entsprechender politischer Absicht erheblicher Spielraum für Manipulationen, mit denen gegebenenfalls ›gewünschte‹ Ergebnisse erzielt werden können.«

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