Schwerer Zitteranfall vor laufenden Kameras – Berlin spekuliert:

Leidet Merkel an Alters-Epilepsie?

Es war ein irrer Moment, über den ganz Deutschland spricht: Vor laufenden Kameras beim Besuch des ukrainischen Präsidenten in Berlin zittert Angela Merkel plötzlich wie Espenlaub. Sie verliert die Kontrolle über ihren Körper. Wie krank ist die Masseneinwanderungskanzlerin wirklich?

Ist Angela Merkel noch fit für das Kanzleramt?

Dienstag dieser Woche vor dem Bundeskanzleramt: In der Berliner Mittagssonne begrüßt Angela Merkel (64, CDU) den neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenski (41) zum Antrittsbesuch. Merkel und Selenski stehen auf einem roten Podest, das Musikkorps der Bundeswehr spielt die deutsche Nationalhymne – da beginnt die Kanzlerin plötzlich am ganzen Körper bis in die Beine unkontrolliert zu zittern! Merkel vibriert von den Schultern bis zu den Füßen. Sie presst die Lippen zusammen, lässt die Arme baumeln. Getuschel unter den Umstehenden.

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Eine Stunde später, bei der gemeinsamen Pressekonferenz, sagt sie mit gespielter Entspanntheit: »Ich habe inzwischen mindestens drei Gläser Wasser getrunken. Das hat anscheinend gefehlt. Insofern geht es mir sehr gut!«

Lag es wirklich an einem Wassermangel, hatte Merkel dehydriert?

Es war nicht der erste Zitteranfall. Die Hauptstadt spekuliert: Ist Merkel suchtkrank? Hat sie Diabetes? Leidet sie womöglich an Parkinson?

Fakt ist: Die Kanzlerin hatte schon früher bei ähnlichen Gelegenheiten ein solches Zittern gezeigt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Auch da war stets als Ursache angeblicher Wassermangel bei großer Hitze genannt worden. Die Nachrichtenagentur bezieht sich auf ein Interview während des CDU-Parteitags 2014, das die Kanzlerin abbrechen musste sowie eine Reise nach Mexiko vor zwei Jahren.

Bei einem Besuch in Mexiko-Stadt im Juni 2017 machte ihr beim Empfang durch den damaligen Präsidenten Enrique Peña Nieto angeblich die Höhenluft in der auf über 2.000 Metern liegenden Hauptstadt zu schaffen. Auch damals zitterten Merkel beim Abspielen der Nationalhymnen deutlich sichtbar die Beine – bis sie zum Abschreiten der Ehrenformation losgehen konnte. Auch damals wurde Wassermangel als Erklärung genannt.

Anfang Dezember 2014 musste Merkel am Rande eines CDU-Parteitages in Köln die Aufzeichnung eines ›ZDF‹-Interviews unterbrechen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte damals: »Die Bundeskanzlerin fühlte sich einen Augenblick lang nicht wohl, hat dann etwas gegessen und getrunken und die Interviews anschließend fortgesetzt.«

Flüssigkeitsmangel als Grund für den Zitteranfall?

Eine Erklärung, die Mediziner für eher unwahrscheinlich halten: Starker Flüssigkeitsmangel (Dehydration) könne den Kreislauf zwar auch belasten, zeige sich aber in der Regel nicht durch Zittern, zitierte die ›Bild‹-Zeitung einen Experten.

Was gegen Parkinson spricht

Jakob Berger, Allgemeinmediziner und Bezirksvorsitzender des bayerischen Hausärzteverbands, schließt Parkinson als Ursache für Merkels Zitteranfall eigentlich aus: »Dafür war das Zittern zu stark. Das Zittern von Parkinson, der sogenannte Tremor, wäre viel feinschlägiger«, erläuterte er laut ›Focus‹.

Andere Ferndiagnosen lauten: Merkel könne an einer Suchterkrankung leiden, zum Beispiel Tabletten. Oder sie könnte infolge von Diabetes stark unterzuckert haben. Oder sie leidet an einem chronischen Kalziummangel. Dazu würden als Symptom Merkels abgekaute Fingernägel passen.

Körper stand kurz vor einem Blutdruckabfall

Als mögliche Ursache käme auch in Betracht: Merkel könnte einen schweren Infekt haben, beispielsweise die Atemwege oder den Magen-Darm-Trakt betreffend. Musste sie den Kreislauf stark belastende Medikamente nehmen – etwa Antibiotika, Cortison? Die ›Bild‹-Zeitung spekuliert in Richtung eines Infektes.

Offenbar jedenfalls stand Merkel kurz vor einem Kollaps. Denn: Steht der Körper kurz vor einem erheblichen Blutdruckabfall, versucht er durch Kontraktionen, die aussehen wie Zittern, den nötigen Druck aufrechtzuerhalten und wieder mehr Blut an die wichtigen Stellen zu bekommen. Dazu würde auch passen, dass die Kanzlerin sehr blass im Gesicht wirkte. Fieber kann ebenfalls solche Symptome verursachen.

Eine erfahrene Notärztin im Polizeieinsatz tippt indes auf eine ganz andere Diagnose: »Vieles spricht dafür, dass es sich um einen epileptischen Anfall gehandelt haben könnte«, sagte sie dem Deutschland Kurier.

Epilepsie im Alter ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Sie ist inzwischen die dritthäufigste neurologische Erkrankung bei über 60-Jährigen. Nach Schätzungen sind hierzulande etwa 150.000 Menschen über 60 davon betroffen. Das Krampfleiden ist meist schwierig zu erkennen oder wird fehl diagnostiziert. Das neuronale Feuerwerk während eines epileptischen Anfalls gleicht einem wilden Gewitter. Unkontrollierte Entladungen von Nervenzellen können zu einer schweren funktionalen Störung im Gehirn führen. Je nach Anfallsform – »fokal«, in einem genau definierten Ort des Gehirns entstehend, oder »generalisiert«, das gesamte Hirn betreffend – kann es zu Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen, psychomotorischen Störungen oder unkontrollierten Zuckungen der Muskulatur kommen.

Sollte diese Diagnose zutreffen, stellt sich die Frage: Ist Merkel überhaupt noch amtsfähig?

Trump legt seine Gesundheitsdaten offen

In den USA übrigens ist es Usus, dass der jeweilige Präsident offenlegt, wie es um seine Gesundheit bestellt ist. Das ist zwar nicht rechtlich vorgeschrieben, aber zu einer Art Ritual geworden, um das auch Donald Trump nicht herumkommt. Zwei Mal in seiner Amtszeit unterzog er sich einem Gesundheitscheck – und die Befunde, die das Weiße Haus veröffentlichte, waren nur teilweise erfreulich. Trump hat nicht nur zu hohe Cholesterinwerte. Er wiegt inzwischen auch 110,2 Kilogramm, das sind knapp zwei Kilo mehr als noch bei Amtsantritt. Mit seinem Gewicht und einer Größe von 1,90 Meter kommt der US-Präsident auf einen Body-Mass-Index von etwas über 30 – und gilt damit aus medizinischer Sicht nicht mehr nur als übergewichtig, sondern als »fettleibig«.

Auch die Deutschen hätten eigentlich gerne gewusst, wie es um die Gesundheit derer steht, die sie regieren. (oys)

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