»Schwertmord« in Stuttgart

›Deutschlandfunk‹ rechtfertigt sich für Nichtberichterstattung

Der zwangsgebührenfinanzierte ›Deutschlandfunk‹ hält es nicht für nötig, über die grausame Mordtat von Stuttgart zu berichten

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat sich einmal mehr dafür gerechtfertigt, nach einem Verbrechen, begangen von einem Asylbewerber, nicht in seiner Nachrichtensendung berichtet zu haben. Aktuell findet der ›Deutschlandfunk‹, dass der Fall des »Schwertmordes« in Stuttgart keine »gesamtgesellschaftliche Bedeutung« habe.

»In den Nachrichten des ›Deutschlandfunks‹ spielen einzelne Kriminalfälle nur selten eine Rolle. Voraussetzung für die Berichterstattung ist eine bundesweite und gesamtgesellschaftliche Bedeutung«, schrieb der Sender in einer Stellungnahme nach massiver Kritik über die nicht stattgefundene Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Senders nach dem sogenannten Schwertmord in Stuttgart.

Das Verbrechen von Stuttgart sei grausam und erfülle auch die ›Deutschlandfunk‹-Redaktion mit Trauer und Fassungslosigkeit. »Die bundesweite und gesamtgesellschaftliche Relevanz sehen wir aber derzeit nicht. Die Staatsangehörigkeit eines Menschen begründet diese Bedeutung für sich genommen noch nicht. Das gilt auch für die Intensität der Debatte in Sozialen Medien«, heißt es dazu vom ›Deutschlandfunk‹ weiter.

Am Mittwoch hatte ein 28 Jahre alter Syrer in Stuttgart einen 36-Jährigen mit einer Machete auf offener Straße und – wie Medien übereinstimmend berichtenvor den Augen der elfjährigen Tochter des Opfers niedergemetzelt. Die Identität des Verdächtigen, der die Tat am Donnerstag gegenüber der Polizei gestanden hatte und in Untersuchungshaft sitzt, ist noch nicht abschließend geprüft.

Bislang geht die Polizei davon aus, dass er Syrer ist und seit 2015 in Deutschland mit einem gültigen Aufenthaltsstatus lebt. »So ist er registriert«, sagte ein Sprecher der Polizei. Ob diese Angaben aber tatsächlich stimmen, müsse noch verifiziert werden. Mit dieser Identität sei der Verdächtige jedenfalls schon bei der Polizei bekannt gewesen, unter anderem wegen Sachbeschädigung und Diebstahl. Möglicherweise sei der mutmaßliche Täter aber in Wirklichkeit 30 Jahre alt und Palästinenser, berichtet die ›Stuttgarter Zeitung‹.

Nicht der erste Fall von Nichtberichterstattung

Wie die ›Junge Freiheit‹ berichtet, ist es nicht das erste Mal, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk wegen Nichtberichterstattung über Verbrechen von Asylbewerbern in der Kritik steht. So hielt es die ›Tagesschau‹ 2016 weder im Fall der Vergewaltigung und Ermordung der Freiburger Studentin Maria Ladenburg durch einen afghanischen Asylbewerber noch nach der Ermordung eines Offenburger Arztes durch einen somalischen Asylbewerber für notwendig, zu berichten. Kai Gniffke, Chefredakteur der ›ARD-Tagesschau‹, erklärte in beiden Fällen, diese hätten keine überregionale Relevanz gehabt.

Drucken