Shutdown-Irrsinn:

Deutsche Museen am Rande der Pleite

Auch Deutschlands Museen, wie hier das Münchner Stadtmuseum, leiden unter den Folgen des Shutdown-Irrsinns

Der, wie sich immer mehr zeigt, völlig unnötige Shutdown-Irrsinn hat auch den Museen in Deutschland schweren Schaden zugefügt. Allein die Staatlichen Museen zu Berlin verzeichnen monatliche Einnahmedefizite von rund zwei Millionen Euro, berichtet der ›Deutschlandfunk‹ (›DLF‹) in seinem Kulturprogramm. Das Stuttgarter Linden-Museum (das größte ethnologische Museum Deutschlands) verzeichnet demnach bereits jetzt einen Verlust von 300.000 Euro. Die Klassik Stiftung Weimar rechnet aktuell mit mindestens 1,5 Millionen Euro Minus. Die Hamburger Kunsthalle beziffert ihre Einnahmeausfälle auf eine Million Euro, die Dresdner Museen geben laut ›DLF‹ rund 1,5 Millionen Euro an.

Der von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Nothilfefonds in Höhe von 10 Millionen Euro dürfte nach Meinung von Kulturexperten bei Weitem nicht reichen, um die Einnahmeverluste der Kulturstätten auszugleichen. Weil die großen Museen seit den 90er-Jahren nicht mehr vollständig staatlich finanziert werden, sind sie besonders angewiesen auf Eintrittsgelder und Verkäufe in ihren Shops. Allein in den Staatlichen Museen der Hauptstadt sind 80 Prozent der Besucher Touristen, von denen die meisten auf unabsehbare Zeit nicht wiederkommen dürften.

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