Sind arme »Flüchtlinge« wichtiger als arme Deutsche?

Die spitze Feder aus Sachsen

Johannes Schüller

Die Zahlen schockieren zutiefst: 15,6 Prozent der Rentner in Deutschland gelten laut Statistischem Bundesamt als arm. Sie haben weniger als 917 Euro im Monat, können sich mitunter nicht mal den täglichen Kaffee, Kuchen oder einen Gang ins Theater leisten! Auch insgesamt nimmt die Armut in Merkel-Deutschland weiter zu: Laut dem 5. Armuts- und Reichtumsbericht von 2017 lebten bereits damals 15,7 Prozent der Bevölkerung in Armut oder an der Armutsgrenze – also knapp 13 Millionen Menschen. Im Jahre 2002 galten dagegen noch 12,7 Prozent aller Einwohner als arm. Geschönte Arbeitslosenzahlen können über diese Entwicklung kaum hinwegtäuschen.

Armut in Merkel-Deutschland wächst

Diese Missstände, insbesondere der Anstieg der Altersarmut, sind seit vielen Jahren bekannt. Doch anstatt sich endlich um die eigenen Bürger zu kümmern, sorgt sich die Politik vor allem um die importierten »Flüchtlinge« und verschärft damit zugleich den Wettbewerb im Niedriglohnsektor dramatisch. Dieser Eindruck bestärkt sich durch eine aktuelle Stellungnahme des Präsidenten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Hans-Eckhard Sommer. Zwar seien viele der sogenannten Flüchtlinge, die zwischen 2015 und 2016 nach Deutschland strömten, inzwischen in Jobs – »allerdings die allermeisten im Niedriglohnsektor«, beklagte Sommer am Mittwoch gegenüber den Funke-Zeitungen. »Das kann nicht gut für die Gesellschaft sein, wenn die Menschen dauerhaft in Deutschland bleiben sollen«, meint Sommer. Zudem drohe den Flüchtlingen verstärkt Altersarmut. Was für ein Hohn gegenüber den deutschen Niedriglöhnern und Armutsrentnern, deren Situation dadurch ebenfalls auf lange Sicht weiter verschärft wird! Offenbar hat Herr Sommer vergessen, dass Asyl in erster Linie Schutz auf Zeit bedeutet. Spätestens wenn sich die Situation in ihren Heimatländern verbessert hat, sollten auch arbeitende Asylberechtigte schleunigst das Land verlassen und gegebenenfalls beim Wiederaufbau helfen.

Konzerne wollen Niedriglohn-Arbeiter

Doch Sommer vertritt offenbar weniger die Interessen der deutschen Bürger als vielmehr die der Großkonzerne, deren Bedarf nach Billiglohn-Arbeitern auf lange Sicht steigt. Sie rühren bereits seit geraumer Zeit die Trommel für die Masseneinwanderung über das Asyl-Ticket. In Deutschland und den USA etwa arbeiten Flüchtlinge verstärkt für Amazon zum Niedriglohn. »Die Flüchtlinge sind für Deutschland eine große Chance«, schwärmte Daimler-Boss Dieter Zetsche 2015. Sein Konzern stellte gleich mal 1.200 Flüchtlinge überwiegend als Praktikanten an. Laut der Bundesagentur für Arbeit liegt das Durchschnittsgehalt von arbeitenden Flüchtlingen bei weniger als zwei Dritteln des Durchschnittsverdienstes in Deutschland.

Politik zum Nachteil von Einheimischen und Migranten

Es handelt sich eben nicht um die erhofften »Fachkräfte«. Wer auf die gefährliche Zuspitzung im Niedriglohn-Bereich noch 2015 hingewiesen hat, galt schnell als »Nazi«! Die gutmenschlich bemäntelte Willkommenseuphorie von Politik und Wirtschaft entblößt sich nun als knallharter Import von Billiglohn-Arbeitern und Lohndrückern. Diese Situation kann weder für betroffene Einheimische noch für Migranten, deren Heimatländer sich dadurch kaum verbessern, dauerhaft befriedigend sein. Doch Herrn Sommer scheint dies wenig zu interessieren. Er erweist sich ganz als Handlager der Masseneinwanderungskanzlerin, die schon längst nicht mehr den Interessen ihrer Bürger dient.

Johannes Schüller

ist Journalist und Publizist. Er baute zuletzt als Online-Chefredakteur die Netzausgabe der österreichischen Zeitung ›Wochenblick‹ auf. Nach einem längeren Aufenthalt in Österreich lebt er nun wieder in seiner sächsischen Heimat.

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