4.240 Euro Pension für nur vier Amtsjahre

Ein Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Monatsgehalt von 3.092 Euro (brutto) erwirbt pro Arbeitsjahr einen Rentenanspruch von ca. 31 Euro. Er müsste 284 Jahre lang arbeiten, um im Alter so viel Geld zu bekommen, wie Angela Merkel (CDU) in ihren bisher 12 Amtsjahren als Bundeskanzlerin an Pensionsansprüchen angehäuft hat: 8.820 Euro!

Damit nicht genug: Merkels fette Altersversorgung erhöht sich ab jetzt mit jedem weiteren Amtsjahr um 450 Euro.

Am Ende dieser Legislaturperiode könnte sie sich also mit satten 10.620 Euro auf ihre Datsche in der Uckermark zurückziehen oder ehrenamtliche Klima-Botschafterin der Vereinten Nationen werden.

Das noch größere Ärgernis aber ist: Die Neulinge im GroKo-Selbstversorger-Kabinett erwerben schon während der ersten vier Amtsjahre jährlich Pensionsansprüche von knapp 7 Prozent ihrer Amtsbezüge.

Bundesminister erhalten ein Amtsgehalt von 15.280 Euro im Monat. Nur eine Amtsperiode bringt den Kabinettsneulingen also einen Pensionsanspruch von 4.240 Euro. Dafür müsste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer 136 Jahre lang arbeiten.

Parlamentarische Staatssekretäre kassieren derzeit 11.223 Euro pro Monat. Das ergibt einen Pensionsanspruch von 814 Euro pro Jahr. In einer Legislaturperiode kommen so Anwartschaften in Höhe von 3.256 Euro zusammen. Dafür müsste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer 105 Jahre arbeiten.

Doch es kommt noch besser: Kanzlerin und Minister können bis 2020 mit Erhöhungen ihrer Gehälter um insgesamt
7,5 Prozent rechnen.

Das Amtsgehalt der Kanzlerin (18.820 Euro) würde dann erstmals über 20.000 Euro liegen.

Die Bundesminister würden sich bis 2020 um insgesamt 1.147 Euro monatlich verbessern.

Grund: Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst soll nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf die Bundesbeamten übertragen werden. Nach deren Besoldung wiederum richten sich die Bezüge der Regierungsmitglieder.
Sofern das Bundeskabinett keine »Nullrunden« beschließt, würden Minister und Parlamentarische Staatssekretäre rückwirkend zum 1. März 3,19 Prozent mehr abgreifen, zum 1. April 2019 weitere 3,09 Prozent und zum 1. März 2020 noch einmal 1,06 Prozent.

Auf dieser Basis würden dann entsprechend noch einmal die Pensionsansprüche von Merkel & Co. steigen!

Der Bund der Steuerzahler kritisiert die hohen Politiker-Pensionen und fordert eine grundlegende Reform: »Besser wäre es, wenn nicht mehr die Steuerzahler, sondern die Minister selbst für ihre Pension privat vorsorgen müssten.«

QUELLEBilder: imago
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