So löchrig ist die Balkan-Route

Die spitze Feder aus Österreich

Johannes Schüller

In Wien und Rom schrillen die Alarmglocken! Laut neuesten Schock-Informationen könnten sich entlang der – 2016 angeblich vom damaligen Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) geschlossenen – Balkanroute Tausende illegale Migranten auf den Weg nach Norden begeben.

Noch bleibt die EU-Außengrenze zwischen Kroatien und Bosnien wenigstens weitestgehend dicht. Doch gegenüber der Rechercheplattform ›addendum‹ gibt der Leiter der Abteilung für Schlepperkriminalität im österreichischen Bundeskriminalamt, Gerald Tatzgern, Anlass zur Sorge. In Bosnien-Herzegowina würden Migranten »langsam die Geduld verlieren und weitergehen wollen«, betont Tatzgern. Eine tickende Zeitbombe!

Die zumeist jungen Männer versammeln sich häufig in den Aufnahmezentren rund um die bosnischen Grenzorte Velika Kladusa und Bihac. Die Asyl-Zentren gelten hier als hoffnungslos überfüllt. Mutig wehren kroatische Behörde immer wieder die illegalen Grenzübertritte ab, müssen sich dafür von linken Mainstream-Medien auch noch harsche Vorwürfe gefallen lassen. Die von ›addendum‹ präsentierten Zahlen aus der unter Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) eingerichteten »Taskforce Migration« sprechen eine klare Sprache: Demnach nahm die Zahl der Aufgriffe illegaler Migranten zwischen Griechenland und Nordmazedonien vom 1. Januar 2019 bis zum 26. Mai 2019 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um ganze 155 Prozent zu! Auch in Bosnien stieg die Zahl der Aufgriffe deutlich – nämlich um 76 Prozent.

Bisher gelang es entlang der bosnisch-kroatischen Grenze, die seit der konsequenten Politik Ungarns einen Teil der »neuen Balkan-Route« bildet, den Marsch der vielen jungen Männer nach Norden zu bremsen. Doch aufgrund der Veränderung der politischen Großwetterlage in Europa könnte sich dies deutlich ändern! Mit dem aus Deutschland unterstützten, friedlichen Putsch gegen die schwarz-blaue Regierung in Österreich hat sich ein nicht unwichtiger Unterstützer einer souveränen Grenzpolitik am Balkan verabschiedet. Sollte sich das EU-Establishment zudem für einen noch größeren Open-Borders-Fanatiker und Merkel-Bewunderer wie den Sozialdemokraten Jan Timmermans entscheiden, könnte das die Unterstützung für die couragierten Kroaten weiter schwinden lassen.

Italiens Vizepremier und Innenminister Matteo Salvini (Lega) lässt sich indes nicht von seinem strikten Kurs zum Schutz der italienischen Bürger abbringen: Er hat nicht nur die griesgrämige »Schlepper-Schipperin« Carola Rackete verhaften lassen, sondern kündigte nun auch den Bau einer »Anti-Migranten-Mauer« an der Grenze zu Slowenien an! Wie der ›Wochenblick‹ berichtete, passieren dort täglich rund 80 illegale Migranten die Grenze. Salvini will dem nun ein Ende bereiten. An solchen Innenministern fehlt es Deutschland und Österreich nun schmerzlich!

Johannes Schüller

ist Stellvertretender Chefredakteur der österreichischen Zeitung ›Wochenblick‹.

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