Sparer bleiben die Dummen

EZB droht mit noch schärferen Negativzinsen!

EZB-Zentrale in Frankfurt: Es drohen noch schärfere Niedrigzinsen und eine Flutung der Märkte mit Billiggeld

Die »Europäische Zentralbank« (EZB) hat den Leitzins unverändert bei null Prozent belassen. Seit März 2016 ist der Zinssatz, zu dem sich Banken und Sparkassen Geld von der EZB leihen können, nunmehr auf einem Rekordtief.

Zudem will die EZB Optionen für eine Wiederaufnahme von Nettoanleihekäufen (QE) prüfen. Zum Zinsausblick heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten geldpolitischen Erklärung: »Der EZB-Rat geht davon aus, dass die EZB-Leitzinsen mindestens über die erste Hälfte des Jahres 2020 und in jedem Fall so lange wie erforderlich auf ihrem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden.«

Im Klartext: Es drohen noch schärfere Niedrigzinsen für Einlagen der Institute bei der Zentralbank (bislang minus 0,4 Prozent). Immer mehr Banken geben diese Strafzinsen als »Geldverwahrungskosten« an ihre Kunden weiter oder erwägen, dies zu tun.

Der EZB-Rat hat außerdem die zuständigen Ausschüsse des Eurosystems damit beauftragt, Optionen für eine weitere Lockerung der Geldpolitik zu prüfen, um angesichts der weltweit einbrechenden Konjunktur die Märkte mit Billiggeld zu fluten. (hh)

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