SPD tobt

AfD wirbt in Brandenburg mit Willy Brandt

Wer weiß, vielleicht würde heute auch Willy Brandt AfD wählen? In Brandenburg jedenfalls wirbt die AfD mit dem Konterfei der 1992 verstorbenen SPD-Legende (»Mehr Demokratie wagen«). Prompt schäumen die Genossen: »Missbrauch!«

Wer weiß, vielleicht würde heute auch Willy Brandt AfD wählen? In Brandenburg jedenfalls wirbt die AfD mit dem Konterfei der 1992 verstorbenen SPD-Legende (»Mehr Demokratie wagen«). Prompt schäumen die Genossen: »Missbrauch!«

Vor der Landtagswahl am 1. September sorgt in Brandenburg ein AfD-Wahlplakat für Wirbel. Im Landkreis Potsdam-Mittelmark wirbt der dortige AfD-Kreisverband mit dem Konterfei Willy Brandts und dessen berühmten Ausspruch »Mehr Demokratie wagen«. Brandt war von 1969 bis 1974 Bundeskanzler und mehr als 20 Jahre SPD-Vorsitzender.

»Die Berufung auf Willy Brandt ist ein grober Missbrauch und schlicht obszön«, echauffierte sich Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse im Berliner ›Tagesspiegel‹. Ihm passt auch nicht, dass sich die AfD in Ostdeutschland auf die DDR-Bürgerrechtsbewegung beruft. Die Gleichsetzung der Bundesrepublik von heute mit der DDR von damals sei »eine unglaubliche Verharmlosung der DDR«, ereiferte sich der Polit-Pensionär, der in einer schicken Altbauwohnung im linksgrün versifften Berliner Stadtteil »Prenzlauer Berg« residiert.

Thierse erkannte allerdings im Kern durchaus richtig: Mit Slogans wie »Wir sind das Volk!« oder »Vollende die Wende« fahre die AfD eine Kampagne unter dem Motto »Wende 2.0«.

Neben Brandenburg wird am 1. September auch in Sachsen gewählt, Thüringen folgt am 27. Oktober. Den Landtagswahlen in Ostdeutschland, über die der Deutschland Kurier ab kommender Woche regelmäßig und ausführlich berichten wird, kommt eine herausragende bundespolitische Bedeutung zu. Je nach Wahlausgang können sie das Ende der Berliner Chaos-GroKo und den Abgang der Masseneinwanderungskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschleunigen. (lol)

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