Strafzinsen:

Auch die Deutsche Bank langt jetzt zu!

Die Deutsche Bank erhöht weiter die Negativzinsen für Einlagen

Im Schatten der Corona-Krise geht die schleichende Enteignung der Sparer weiter – heimlich, still und leise: Künftig berechnet auch die Deutsche Bank bei immer mehr Kunden Strafzinsen für Spareinlagen. »Ab Mitte Mai ziehen wir die Bedingungen für Einlagen an und senken im Neugeschäft die Hürde für die Weitergabe der Negativzinsen auf 100.000 Euro ab«, schrieb der Chef des deutschen Privatkundengeschäfts, Manfred Knof, am Mittwoch in einem Brief an seine Mitarbeiter. Dies helfe auf der Ertragsseite, verhindere aber auch mehr Zuflüsse von besonders hohen Guthaben, für die Banken und Sparkassen Negativzinsen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zahlen müssen. Die neue Regelung soll ab dem 18. Mai gelten.

Die Deutsche Bank stellte sie bislang nur Firmenkunden und sehr vermögenden Privatkunden Strafzinsen in Rechnung. Im ersten Quartal brachte das dem Institut zusätzliche Einnahmen von 32 Millionen Euro.

print