Studie offenbart alarmierende Situation:

Deutschland rutscht bei Wettbewerbsfähigkeit deutlich ab

Deutschland ist in der Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder weiter abgerutscht. In der neuen Studie der Stiftung WEF fällt die Bundesrepublik von Platz 3 auf Platz 7 zurück. Überholt wird Deutschland von Hongkong, den Niederlanden, der Schweiz und Japan. Besonders düster sieht es hierzulande mit der Informationstechnik aus.

Was die Studie des IMD World Competitiveness Center (WCC) bereits Ende Mai aufzeigte (der Deutschland Kurier berichtete), wird nun durch einen Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) bestätigt. Deutschland verliert weiter an Wettbewerbsfähigkeit und rutscht von Platz 3 auf Platz 7 ab. Im Wettstreit um die ersten Plätze liegt Singapur nun vorn und löst die USA an der Spitze ab. Vor der Bundesrepublik liegen somit Hongkong, die Niederlande, die Schweiz und Japan. China steht unverändert auf Platz 28 der 141 untersuchten Staaten im Globalen Wettbewerbsbericht  der Stiftung WEF.

Auch in der Kategorie Institutionen liegt Deutschland nicht in den Top 15. Bei der Sicherheit kommt die Bundesrepublik in diesem Jahr auf Platz 48. Bei der organisierten Kriminalität (Platz 74) und der Häufigkeit von Terrorvorkommen (Platz 111) rangiert sie teilweise im hinteren Mittelfeld.

Hingegen ist Deutschland in der Kategorie Innovationsfähigkeit, die anhand angemeldeter Patente oder wissenschaftlicher Veröffentlichungen ermittelt wird, auf Platz 1.

Digital-Ignoranz der Groko reißt deutsche Wettbewerbsfähigkeit herunter

Besonders düster sieht es hierzulande mit der Informationstechnik aus: Bei Internetverbindungen über Glasfaserkabel landet Deutschland auf Platz 72, bei mobilen Breitbandanschlüssen auf Platz 58.

Joana Cotar, digitalpolitische Sprecherin der AfD-Bundestagsfraktion, kritisiert die »Digital-Ignoranz« der Bundesregierung und stellt fest: »Jetzt haben wir es schwarz auf weiß bestätigt bekommen: Die kolossale Digital-Ignoranz der Groko erweist sich als Klotz am Bein der deutschen Digitalwirtschaft und reißt die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes herunter. Symptomatisch steht dafür die unendliche Geschichte des schleppenden Breitbandausbaus, die sich mit ständigen Terminverschiebungen allmählich zur Digitalversion des BER-Desasters entwickelt. Lediglich bei der Reglementierung und Zensur von Meinungsäußerungen im Internet muss uns bezüglich der deutschen Wettbewerbsfähigkeit nicht bange sein«, so Cotar, die weiter feststellt, dass sich die Groko digitalpolitisch bereits vor ein paar Monaten blamierte, als Deutschland beim 4G-Mobilfunkstandard im internationalen Vergleich nur Platz 70 belegte und damit in einer ähnlichen Liga spielte wie nun beim Breitbandausbau. Es mangele der Bundesregierung an einer sinnvollen Aufteilung von Zuständigkeiten, vor allem aber am wirklichen Willen für einen digitalpolitischen Aufbruch, so die AfD-Politikerin. »Wer sich lieber mit Greta und anderem zeitgeistigem Gedöns beschäftigt, anstatt unser Land bei wirklich relevanten Themen zukunftsfähig zu machen, der muss sich über das miese Zeugnis des Weltwirtschaftsforums nicht wundern.«

WEF warnt vor Konjunkturflaute

Im Gesamtindex Wettbewerbsfähigkeit liegen die ersten Länder dicht beieinander. Singapur kommt auf 84,8 von 100 möglichen Punkten, Deutschland auf 81,8. Der Durchschnitt aller Länder liegt bei 61 Punkten. Darin sieht das WEF Probleme für die Zukunft. »Der Graben bei der Wettbewerbsfähigkeit ist umso besorgniserregender, weil die Weltwirtschaft mit der Aussicht auf einen Abschwung konfrontiert ist«, meint das WEF. »Die veränderte geopolitische Lage und die wachsenden Handelsspannungen heizen Unsicherheiten an und könnten zu einer Konjunkturabschwächung führen.«

Auf den letzten Rängen liegen der Kongo, Jemen und Tschad. Das rohstoffreiche Venezuela rutschte wegen der katastrophalen Wirtschaftslage, in welche die sozialistische Regierung das Land manövrierte, 6 Plätze ab und landet auf Platz 133.

Der Wettbewerbsindex des WEF wird seit 40 Jahren erstellt. Er wird anhand von mehr als 100 Indikatoren wie Bildung, Finanzsystem, Infrastruktur und Arbeitsmarktbedingungen gebildet.

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