Täuschen, Tarnen, Geschichtsklittern:

Relotius-Pokal für die Amadeu Antonio Stiftung

Mit dem Verdrehen von Tatsachen kennt die Amadeu Antonio Stiftung sich aus. Sie ist schließlich Schild und Schwert der neuen herrschenden Klasse und deren Speerspitze im Kampf »gegen rechts«, also gegen Leute, die die Regierung oder die Grünen zu kritisieren wagen, und sonstige ungehorsame Elemente. Damit setzt die Amadeu Antonio Stiftung die ruhmreiche Tradition des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR 1.0 fort, der Stasi also, für die Stiftungschefin Anetta Kahane ja schließlich auch schon als »IM Viktoria« in Diensten stand.

Mit der sogenannten Fachtagung »Der rechte Rand der DDR-Aufarbeitung« ist der Amadeu Antonio Stiftung nun allerdings ein Meisterstück gelungen, auf das auch Erich Mielke stolz gewesen wäre. Das fängt schon an mit dem konspirativen Charakter der »Fachtagung«, die sicherheitshalber in den eigenen Räumen der Stiftung abgehalten wurde.

Mit dem 5.000-Euro-Zuschuss von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung hätte man zwar auch größere Räume anmieten können. Aber das schöne Steuergeld wurde bestimmt für wichtigere Dinge benötigt. Schließlich hatte die Stiftung nach Recherchen von Ansgar Neuhof Stand 31.12.2017 zwei Millionen Euro Kapital angesammelt, drei Viertel davon als Rücklagen. Allein im Jahr 2017 hatte die Stiftung 967.000 Euro vom Bund kassiert.

Nichtlinientreue Interessenten konnten sich also gar nicht erst anmelden zu dieser »Fachtagung«; wenn einer anfragte, war Wochen vorher alles schon »ausgebucht«. Schön unter sich lieferten sich die handverlesenen »Historiker« und »Experten« dann das gewünschte Gemälde: War alles gar nicht so schlimm in der DDR, die Stasi war schließlich keine Gestapo, der ist höchstens ausnahmsweise einmal die Hand ausgerutscht, und auf gar keinen Fall darf man die Verbrechen von SED- und NS-Staat gleichsetzen oder gar beide als »Unrechtsstaat« bezeichnen und beide Diktaturen ablehnen.

Wirklich schlimm war nämlich nicht die DDR, sondern die »Aufarbeitung« danach durch sogenannte »Bürgerrechtler«, die sich schon im Arbeiter- und Bauernparadies als »gemeinschaftsstiftende Empörungsgemeinschaft« eingerichtet haben. Finstere Gestalten, die das DDR-Unrecht übersteigern, um von den Nazis abzulenken. Und dann stehen auch noch einige dieser unzuverlässigen Elemente der AfD nahe. Die müssen ja gestört sein, sekundiert ein Psychotherapeut im Spiegel: Einmal Dissident, immer Dissident. Schon zu DDR- und Sowjetzeiten wusste man schließlich: Wer sich gegen die Staatsmacht auflehnt, gehört in die Psychiatrie.

Oppositionelle diskreditieren, indem man sie als »Rechtsradikale« diffamiert: Die Amadeu Antonio Stiftung überträgt diese bewährte Stasi-Zersetzungstaktik in die grünbunte Republik. Und schafft es dabei sogar, die Aufarbeitung der SED-Diktatur in einen »Kampf gegen rechts« umzumünzen. Dafür hat sie sich den Relotius-Pokal mehr als verdient.

Übrigens: In der Gedenkstätte Hohenschönhausen haben Kommunisten und CDU gerade gemeinschaftlich den antikommunistischen langjährigen Leiter Hubertus Knabe abgeschossen. Da ist also ein Posten frei, da könnte man doch prima ein weiteres Institut für den »Kampf gegen rechts« daraus machen … Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass die Amadeu Antonio Stiftung sich gerade jetzt als »Aufarbeitungs«-Experte ins Spiel bringt.

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