ThyssenKrupp

Ratingagentur stuft deutsche Industrieperle als Ramsch ein

ThyssenKrupp-Zentrale in Essen: Der einstige Stahlgigant rutscht immer tiefer in die roten Zahlen

Die einstige deutsche Industrieperle ThyssenKrupp gerät immer mehr unter Druck. Rote Zahlen und jetzt auch noch die Herabstufung auf Ramschniveau.

Die führende US-Ratingagentur »Moody’s« hat die Bonität des Essener Stahlriesen ThyssenKrupp von Ba2 auf Ba3 gesenkt. Das Unternehmen rutscht damit noch tiefer in den sogenannten Ramschbereich. Durch die Herabstufung dürfte es für das Essener Management um Konzernlenker Guido Kerkhoff noch schwieriger werden, Kapitalgeber zu finden. Die Neubewertung durch »Moody’s« verstärkt Zweifel, dass ThyssenKrupp in absehbarer Zeit überhaupt noch aus den roten Zahlen (aktuell fünf Milliarden Euro) herauskommt.

»Die Konjunktur ist eingetrübt, außerdem hat die Nachfrage bei wichtigen Kunden aus der Autoindustrie nachgelassen«, begründeten die Analysten der Ratingagentur ihre Entscheidung. »Die Verbesserung der Profitabilität dürfte länger als erwartet dauern«, zitiert die Nachrichtenagentur ›Reuters‹. Zwischenzeitlich brach der Aktienkurs des Stahlriesen regelrecht ein. Denn: Die schlechtere Bonitätsbewertung kann zu höheren Refinanzierungskosten für den Konzern führen, was Investoren abschreckt. (hh)

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