Erika Steinbach verurteilt aufs Schärfste die Hetze gegen Alexander Gauland

Seriöse Recherche und Journalismus entfremden sich in Deutschland zunehmend. Am Beispiel des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland lässt sich das aktuell wie durch ein Brennglas erkennen.

Die von Gauland in einer Rede verwendete Vokabel »Vogelschiss«, bezogen auf die zwölf Jahre Nationalsozialismus, hat einen Tsunami von Empörung in der gesamten Medienlandschaft, bei Politikern und, wie könnte es anders sein, auch bei Kirchenoberen ausgelöst.

Ich gestehe, als ich die ersten Medienmeldungen las, war auch ich befremdet. Aber lesen bildet.

Nach Lektüre der gesamten Passage wird jedem halbwegs objektiven Menschen deutlich, dass von Relativierung, von Billigung des NS-Staates, von Antisemitismus keine Spur zu finden ist.

Im Gegenteil. Gauland erinnert darin, »dass ein deutscher Jude, Ernst Kantorowicz, den Ruhm des Stauferkaisers beschrieben hat.« Und fährt fort, und darin liegt für seine Gegner wohl der unausgesprochene Hund begraben, »Nein, der Islam gehört nicht zu uns… Aber das deutsche Judentum von Ballin und Bleichröder über Rathenau und Kantorowicz war Teil einer deutschen Heldengeschichte, die Hitler vernichten wollte… uns muss man nicht vom Unwert des Nationalsozialismus überzeugen.«
Die ›Frankfurter Rundschau‹ titelte dazu, man hält es fast nicht für möglich »Wer wie ein Nazi redet, ist ein Nazi« und forderte politische Ächtung sowie juristische Schritte.

Die ›taz‹ rief, getarnt als dichterisches Machwerk, auf »Scheißt auf alle, die er kennt, und scheißt ihm in die Ohren, scheißt, bis er ums Leben flennt, ja, scheißt aus allen Rohren.«

Wahrheit und Fakten blieben jüngst auch bei Anne Will skandalös auf der Strecke, als Gauland dort deutlich machte, dass es 600.000 Asylbewerber mit Ablehnungsbescheid gebe. Anne Will schurigelte ihn vor laufender Kamera und präsentierte unverfroren falsche Zahlen. Intern musste sie dann einräumen, dass ihre Darstellung nicht korrekt war. Allerdings hatte sie ihr Ziel erreicht, Dr. Alexander Gauland einem Millionenpublikum als dummen, unkundigen Politiker oder gar als Lügner dastehen zu lassen.

Immer wiederkehrende Verunglimpfung trägt ungute Früchte im Alltag für betroffene Personen. Als Gauland mit einer gehbehinderten Begleiterin die kürzlich eröffnete Neue Altstadt in Frankfurt besichtigen wollte, wurde er in aggressivster Weise von der Fraktionsgeschäftsführerin der Frankfurter Grünen aufgefordert, dieses Areal zu verlassen. Diesen Beitrag stellte sie auch noch bei Facebook ein und der CDU-Vorsitzende der Frankfurter CDU, Jan Schneider, begrüßte es dort.

Wie weit manche dabei inzwischen gehen, machte der Diebstahl von Gaulands Kleidung, während er in einem See badete, deutlich.
Auch weniger bekannte AfD-Politiker sehen sich bereits seit Monaten zerstörerischer Gewalt an Pkws oder ihren Häusern ausgesetzt. Wen wundert es, da CDU/CSU-Spitzen bei der AfD von Ratten oder braunem Schmutz sprechen.

Es ist Treibjagd angeordnet!


Erika Steinbach

war von 1990 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die frühere Präsidentin des Bundes der Vertriebenen trat 2017 nach über 40-jähriger Mitgliedschaft aus Protest gegen Merkels Masseneinwanderungspolitik aus der CDU aus.

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