Triumphator der Woche:

Boris Johnson

Die Briten feiern ihn, die deutschen Mainstream-Medien hassen ihn: Boris Johnson, der gegen den Rat aus deutschen Redaktionsstuben letztes Jahr klar im Amt bestätigte britische Premierminister, macht wie es aussieht alles richtig.

Erst hat er, wie versprochen, den »Brexit erledigt«: Am 31. Januar ist Großbritannien aus der EU ausgetreten, hat die Gängelung durch zentralistische Vorschriften und Bürokraten abgeschüttelt. Der Rest sind Formalitäten.

Dann schickt er sich an, wahr zu machen, was er schon vor der Wahl mehrfach angedeutet hat: Die Fernsehgebühr will er abschaffen, die ›BBC‹ soll stattdessen ein Abosender werden so wie Netflix, der sich um seine Kunden am Markt selbst bemühen muss.

Da fliegen Boris Johnson auch die Herzen vieler geplagter deutscher Zwangsgebührenzahler zu: Wäre das schön, wenn man ›ARD‹ und ›ZDF‹ einfach abbestellen könnte, wenn einem die Propaganda zu viel wird!

Und diese Woche folgt schon der nächste Streich. Keine drei Wochen nach dem EU-Austritt nutzt Boris Johnson die wiedergewonnene Souveränität und Handlungsfreiheit und will das Einwanderungsrecht grundlegend reformieren.

Die Einwanderung Unqualifizierter, die früher oder später dem Sozialsystem auf der Tasche liegen, will der Premier strikt begrenzen. Wer nach Großbritannien will, um zu arbeiten, soll künftig nach einem strikten Punktesystem ausgewählt werden, er muss eine gute Ausbildung haben und vor allem gut Englisch können.

Mit anderen Worten: Nicht die EU entscheidet, wer nach Großbritannien einreisen darf, sondern das britische Interesse nach Gesetzen, die der Souverän macht, vertreten durch sein Parlament.

Kein Wunder, dass die EU-Nomenklatura, und besonders die privilegierten und zwangsgebührengemästeten deutschen Mediengouvernanten, da Gift und Galle spucken: Ein Regierungschef, der ein Wahlversprechen nach dem anderen auch tatsächlich umsetzt, die Interessen der Bürger im Auge hat und nicht die von unkontrollierbaren Bürokratiemonstern, die er eiskalt entmachtet – wo kommen wir denn da hin, wo gibt’s denn so was?

In Großbritannien. Und hoffentlich bald in vielen anderen europäischen Ländern. Noch mehr »populistische« Regierungschefs vom Schlage eines Boris Johnson, und wir können tatsächlich ein neues Europa der Vaterländer bauen, das den Bürgern dient und nicht den Bürokraten. Weiter so, Boris!

Drucken