Triumphator der Woche: Douglas Macgregor

Triumphator der Woche: Douglas Macgregor

»Deutschland hat tatsächlich keine Streitkräfte mehr. Die Streitkräfte in Deutschland sind hoffnungslos demoralisiert.« Wer ein bisschen was von Sicherheitspolitik versteht, einen leidlichen Draht zur Truppe hat und nicht komplett von der politisch-medialen Merkel-Blase verschluckt ist, der weiß: So ist es – polemisch zugespitzt, aber der Mann hat recht. Die »Bundesverteidigungsministerin« hat mit der mutwilligen Zerstörung des international angesehensten Verbandes der Bundeswehr, des KSK, ja gerade einen weiteren Beweis dafür geliefert.

Der Mann: Das ist Douglas Macgregor, US-Oberst im Ruhestand, ein Offizier, der sich auf dem Schlachtfeld, in Armee- und NATO-Stäben und auf dem Gebiet der Militärgeschichte seine Meriten erworben hat. Diesen Mann hat Donald Trump als neuen US-Botschafter in Deutschland nominiert. Sollte er vom Senat bestätigt werden, wird er die deutsche politische Klasse noch schlimmer mit unbequemen Wahrheiten quälen, als das schon sein zurückgetretener Vorgänger Richard Grenell getan hat.

Macgregor spricht auch klar aus, warum Deutschland keine brauchbare Armee mehr hat. Die Bundesregierung – sagte Macgregor in einem Interview von 2018 – sei nämlich eine »extrem bizarre Regierung, die sich mehr darum schert, kostenlose Dienste für Millionen ungewollter muslimischer Invasoren anzubieten, um es deutlich zu sagen, als um die Streitkräfte zur Verteidigung ihres Landes«. Wer wollte da widersprechen?

Die Einlassungen des designierten US-Botschafters klingen hämisch, aber sie sind von echter Sorge getragen. »Diese Menschen kommen nicht, um sich zu assimilieren und Teil Europas zu werden«, sagte Macgregor in einem weiteren Interview im Jahr 2016. »Sie kommen, um davon zu profitieren, um zu konsumieren und sich in den Ländern anderer Menschen niederzulassen, mit dem Ziel, Europa schließlich in einen islamischen Staat zu verwandeln. Das ist eine schlechte Sache für den Westen. Das ist schlecht für die Europäer.«

Und 2015 warf er der Europäische Union vor, dass sie muslimischen Flüchtlingen auf dem Höhepunkt der weltweiten Migrantenkrise »sehr luxuriöse und extrem teure Sozialleistungen« gewährt habe und dass »diese Menschen nicht kommen, um sich zu assimilieren oder Europäer zu werden – ganz im Gegenteil. Sie kommen, um alles zu übernehmen, was sie bekommen können«.

Kein Wunder, dass die deutsche Stromlinien- und Einfaltspresse den kantigen Militär für solche Äußerungen als »Rassisten« abstempelt, ganz so, wie der linke US-amerikanische Stichwortgeber ›CNN‹ es vorgemacht hat. Noch schmerzhafter, was Macgregor vor zwei Jahren über die deutsche Vergangenheitsbewältigung sagte: »Es gibt eine kranke Mentalität, dass Generationen nach Generationen die Sünden dessen sühnen müssen, was in 13 Jahren deutscher Geschichte geschehen ist, und die anderen 1.500 Jahre Deutschland werden ignoriert. Und Deutschland spielte in Mitteleuropa eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung der westlichen Zivilisation.«

»Holocaustleugnung«, teufelt der Grüne Jürgen Trittin da so reflexhaft wie sinn- und faktenfrei los – dieser Ami sei ja »direkt anschlussfähig« an den AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland. Das dürfen beide allerdings getrost als Kompliment betrachten.

Denn Douglas Macgregor hat einen durchdachten und ideologiefreien Blick auf Sicherheits- und Geopolitik. 2012 hatte er in den Präsidentschaftsvorwahlen den libertären Ron Paul unterstützt. Wie dieser, lehnt auch Macgregor imperialistischen »Demokratieexport« ab, kritisiert den kriegswütigen »tiefen Staat« im Washingtoner Establishment und tritt für pragmatische, interessengeleitete Bündnispolitik anstelle von supranationalen Illusionen ein.

Für einen Abzug von US-Truppen aus Deutschland, wie ihn Trump jetzt angeordnet hat, plädiert Macgregor ebenfalls schon länger. Unter anderem aus diesem Grund: Damit Deutschland, seinem Gewicht in der Welt entsprechend, endlich lernt, auch sicherheits- und verteidigungspolitisch auf eigenen Beinen zu stehen. Ein Mann also, mit dem man vernünftig reden könnte – wenn Deutschland denn selbst eine Regierung hätte, die in der Lage wäre, eigenständig nationale Interessen zu identifizieren, zu artikulieren und durchzusetzen.

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