Ursula von der Leyen

Berufliche und finanzielle Verbesserung

Hat gut lachen: Auf Ursula von der Leyen (CDU) wartet als EU-Kommissionspräsidentin eine satte Gehaltserhöhung

Ursula von der Leyen ist neue EU-Kommissionspräsidentin. Für die CDU-Politikerin ist das nicht nur ein beruflicher Aufstieg, sondern auch eine erhebliche finanzielle Verbesserung.

Von der Leyen wird künftig 27.903 Euro brutto im Monat verdienen. Das Grundgehalt entspricht 138 Prozent des Gehalts eines EU-Beamten in der höchsten Besoldungsgruppe. Hinzu kommen noch einige Zulagen wie Umzugs- und Reisekosten sowie eine Aufwandsentschädigung von gut 1.400 Euro. Macht also im Jahr mindestens 322.800 Euro.

Anders als Bundestagsabgeordnete, die über die Höhe ihrer Diäten selbst entscheiden, hat die EU-Kommission hier keine Kompetenz. Die Höhe der Bezüge legt der Europäische Rat fest. Die Gehälter der EU-Kommission werden aus dem EU-Haushalt bezahlt. Die Kommissare müssen ihr Einkommen nach den Gesetzen ihrer jeweiligen Heimatländer versteuern. Diese Steuern fließen dann aber in den EU-Haushalt zurück. Pensionsbeiträge und Beiträge zur Sozialversicherung wie Unfall- und Krankenversicherung werden einbehalten.

Für Ursula von der Leyen ist der neue Job in Brüssel eine erhebliche finanzielle Verbesserung. Als Verteidigungsministerin verdiente sie bisher als Grundgehalt »nur« das 1,33-fache der höchsten Beamtenstufe – also knapp 19.500 Euro brutto pro Monat. Dazu kam eine jährliche steuerfreie Pauschale von etwa 3.681 Euro. Diese Vergütung steht auch der neuen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu. Zum Vergleich: Bundeskanzlerin Angela Merkel verdient insgesamt etwa 28.500 Euro brutto monatlich.

Theoretisch stünde von der Leyen noch ein Übergangsgeld von knapp 219.500 Euro im Jahr zu – das sie aber nicht erhalten wird, da sie einen neuen Job hat. Geht sie eines Tages in den Ruhestand, wird sie allerdings allein aus ihrer Tätigkeit als Bundesministerin eine Pension von knapp über 4.500 Euro im Monat erhalten.

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