US-Justizminister Barr: »Wir werden das auf jeden Fall aufklären«

Der rätselhafte Tod des Jeffrey Epstein

Der Tod des US-Investmentbankers Jeffrey Epstein gibt nach wie vor viele Rätsel auf

Der Tod des wegen mehrfacher Pädophilie verurteilten Investmentbankers Jeffrey Epstein gibt weiterhin Rätsel auf. Epstein war am 10. August tot in seiner Zelle aufgefunden worden. Als offizielle Todesursache stellte die Gerichtsmedizin Suizid durch Erhängen fest. Es gibt jedoch zahlreiche Ungereimtheiten, die der Deutschland Kurier – ohne einer endgültigen Bewertung vorzugreifen – nachfolgend dokumentiert. 

Am 6. Juli 2019 wurde der vorbestrafte Pädophile Jeffrey Epstein bei der Ankunft in den USA verhaftet, am 10. Juli 2019 wurden 2.000 Seiten Beweismittel vom Gericht in New York wieder gerichtlich eröffnet, aber noch nicht öffentlich gemacht.

Epstein kam ins Gefängnis MCC (Metropolitan Correctional Center) in Manhattan in eine Zelle zusammen mit dem vierfachen Mörder und Ex-Polizisten Nicholas Tartaglione, der später im Besitz eines Handys gefunden wurde. Sie sollen sich gut verstanden haben.

Am 23. Juli wurde Jeffrey Epstein halb bewusstlos in Embryonalstellung in der Zelle aufgefunden, mit Verletzungen am Hals, möglicherweise nach einem Selbstmordversuch oder einem Angriff. Tartaglione alarmierte die Wärter, so sein Anwalt, und habe ihm dadurch das Leben gerettet.

Laut ›Daily Mail‹ sagte Epstein einem Insider, man habe versucht, ihn umbringen. Der Bodybuilder und Ex-Cop Tartaglione hätte wahrscheinlich über Stunden und Tage in der Zelle mit Epstein kein Problem gehabt, den 66-jährigen Epstein umzubringen, wäre das seine Absicht gewesen.

Epstein kam danach in Einzelhaft in Suizidüberwachung, mit Videokameras und angeblicher 24-Stunden-Überwachung. Eine Woche später sagte Epstein vor dem Gericht in Manhattan aus und schien unverletzt. Am Freitag, den 9. August wurden die 2.000 Seiten Gerichtsdokumente veröffentlicht, mit ausführlichen Infos über Epsteins prominente Gäste wie Bill Clinton, Prince Andrew, Kevin Spacey und Ehud Barak.

Am 10. August wurde Epstein tot in seiner Zelle aufgefunden. Die Mainstream-Medien verbreiteten die durch die Gefängnisleitung bekannt gegebene Todesursache Suizid durch Erhängen. Am Freitag, 16. August bestätigte die Gerichtsmedizinerin Barbara Sampson diesen Schluss. Epsteins Anwälte bezweifelten diesen Befund und kündigten an, alle Videos der Tatnacht einsehen zu wollen.

Zu den Ungereimtheiten im Todesfall Jeffrey Epstein zählen:

– Epstein erlitt laut Gerichtsmediziner eine Halswirbelfraktur, was nur in 1% der Selbstmorde, aber 50% der Tötungen durch Erhängen auftritt.

– Der 1,82 m große Epstein soll sich am oberen Bett seines Stockbettes erhängt haben; dazu hätte er knien müssen und erhebliche Kraft aufwenden müssen, um sich das Genick zu brechen.

– Die vorgeschriebene Papierbettdecke wurde durch eine Stoffdecke ersetzt, mit der er sich erhängt hat.

– Die Suizidüberwachung für Epstein wurde aus ungeklärten Gründen wenige Tage vor seinem Tod aufgehoben.

– Einzelhaft ist für einen Suizidgefährdeten nicht üblich.

– Angeblich gibt es keine Videos des Todes, weil die Kameras nicht funktionierten.

– Die Wachen mussten Doppelschichten leisten und waren sehr strapaziert.

– Einer der Wachen war kein zugelassener Strafvollzugsbeamter.

– Die Wachen haben an dem Tag »vergessen« nach Epstein zu sehen, sie schliefen angeblich.

– Zeugen berichten von Schreien aus der Zelle.

– Epstein wurde erst 3 Stunden nach seinem Tod aufgefunden.

– Wenige Tage zuvor soll Epstein sich bereiterklärt haben, gegen seine prominenten Komplizen auszusagen.

Der US-Justizminister William Barr zeigte sich über den mysteriösen Todesfall entrüstet: »Ich war bestürzt und ehrlich gesagt auch wütend, von diesem Versagen der Haftanstalt zu hören«, so Barr in seinem offiziellen Statement. »Wir werden auf jeden Fall aufklären, was hier vorgefallen ist.«

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