USA-China/Iran

Angst vor Handelskrieg und Nahostkrise treiben den Goldpreis

Sicherer Hafen: Angesichts der aktuellen Krisen legt der Goldpreis wieder kräftig zu

Der Goldpreis hat zu Wochenbeginn deutlich angezogen. Grund ist der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie eine drohende militärische Konfrontation mit dem Iran.

Eine weitere Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie der sich gefährlich zuspitzende Atomstreit mit dem Iran haben den Goldpreis zu Wochenbeginn in die Höhe schnellen lassen. Der Preis für eine Feinunze (31 Gramm) des Edelmetalls stieg zwischenzeitlich um gut 13 Dollar auf knapp über 1.300 Dollar. Das war ein Prozent mehr als bei Handelsschluss am vergangenen Wochenende. Inzwischen kam der Goldpreis wieder leicht zurück, notiert aber immer noch auf dem höchsten Stand seit etwa einem Monat.

An den Börsen werden vor allem folgende Gründe für den Preisanstieg genannt:

Zum einen verweisen Marktteilnehmer auf das Bedürfnis der Anleger nach Sicherheit, nachdem China am Montag als »Retourkutsche« auf US-Strafzölle ebenfalls die Abgaben für amerikanische Exporte in das »Reich der Mitte« erhöhte. Gold gilt traditionell als Absicherung in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Zum anderen profitierte der Goldpreis davon, dass der US-Dollar durch den sich hochschaukelnden Handelsstreit deutlich unter Druck geriet. Hintergrund: Gold wird international in US-Dollar gehandelt. Fällt der Dollarkurs, wird Gold für Anleger außerhalb des Dollarraums rechnerisch günstiger. Das heizt in der Regel die Nachfrage an und pusht in der Folge den Goldpreis.

Aber auch die Eskalation im Nahen Osten beflügelt den Kurs des Edelmetalls. Sollte es im Atomstreit mit dem Iran zu einer militärischen Eskalation kommen, sagen Börsenexperten ein regelrechtes Explodieren des Goldpreises voraus. Dieser könnte dann sehr schnell 1.400 Dollar und mehr erreichen. (lol)

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