Verdacht auf Betrug:

Frankfurter AWO-Chef tritt zurück

Jürgen Richter (Archivbild), langjähriger Geschäftsführer der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt, hat einen sofortigen Rücktritt erklärt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Frankfurter AWO wegen ungewöhnlich hoher Gehälter und Luxus-Dienstwagen. Nun hat der umstrittene Geschäftsführer Konsequenzen gezogen.

Nach Kritik wegen überhöhter Gehälter und teurer Dienstwagen bei der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat der langjährige Geschäftsführer Jürgen Richter seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Es sei der Zeitpunkt gekommen, an dem dieser Schritt »für die Arbeiterwohlfahrt und die laufende Diskussion meines Erachtens hilfreich sein wird«, heißt es in einer am Donnerstag von der AWO auf Anfrage veröffentlichten Stellungnahme Richters. Zuvor hatten andere Medien darüber berichtet.

Die »ständigen personalisierten Angriffe in den Medien« hätten ihn schwer getroffen, und er wolle sich dem nicht länger aussetzen, erklärte Richter. Mit seinem Schritt sei kein Schuldanerkenntnis verbunden, er räume aber ein, dass »es in verschiedenen Phasen der laufenden Auseinandersetzung Fehler unsererseits gegeben hat«.

Der AWO-Kreisverband in Frankfurt steht seit Wochen in der Kritik. Hintergrund sind staatsanwaltschaftliche Ermittlungen und Medienberichte über Luxus-Dienstwagen sowie ungewöhnlich hohe Gehälter für einige Mitarbeiter.

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