Verfassungsschutz

30 Hisbollah-Moscheen in Deutschland

Die extremistische Hisbollah (im Bild eine Anti-Israel-Demo von Hisbollah-Anhängerinnen) übt einen erheblichen Einfluss auf in Deutschland lebende Libanesen aus

Während die Beobachtung der 600 friedlichen Aktivisten der »Identitären Bewegung« in den deutschen Medien hohe Wellen schlägt, wird eine Warnung des Hamburger Verfassungsschutzes kaum beachtet: Nach Angaben der Verfassungsschützer gehören 30 Moscheen in Deutschland zur terroristischen Hisbollah.

»In Deutschland sind derzeit etwa 30 Kultur- und Moscheevereine bekannt, in denen sich regelmäßig ein Publikum trifft, das der Hizb Allah beziehungsweise deren Ideologie nahesteht. Die Vereine sind vom Bemühen geprägt, die Bindungen der hier lebenden Libanesen an ihre Heimat und an die Organisation zu festigen. Darüber hinaus gehört das Sammeln von Spendengeldern zu den wichtigsten Aufgaben der Vereine. Der Organisation wurden Ende 2017 bundesweit etwa 950 Anhänger zugerechnet«, so der Hamburger Verfassungsschutzbericht 2017.

Der US-Botschafter Richard Grenell sagte dazu auf ›Fox News‹: »Die Gefahr, dass die Hisbollah in Deutschland Spenden sammelt, ist ein weiterer Grund, die Hisbollah in Deutschland zu verbieten. Sämtliche Spenden, die in Deutschland gesammelt werden, dienen letztendlich der Unterstützung des Terrors in der ganzen Welt.«

Die AfD hatte im Juni ein Hisbollah-Verbot in Deutschland angestrebt, war aber am Widerstand der Altparteien gescheitert. »Der Bundestag hat einen Antrag der AfD, die Hisbollah zu verbieten, abgelehnt und damit die USA und deutsche Juden brüskiert«, schrieb Benjamin Weinthal in der ›Jerusalem Post‹.

Drucken