Von der Leyen:

Geldwäsche-Verdacht gegen ihren Justizkommissar

Der designierte EU-Justizkommissar Didier Reynders steht unter Korruptionsverdacht

Pikant: Der designierte EU-Justizkommissar Didier Reynders sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, in Korruption und Geldwäsche sowie Waffengeschäfte verwickelt zu sein.

Der belgische Verteidigungsminister Didier Reynders, der ab November im Team von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) den Posten des EU-Justizkommissars übernehmen soll, steht nach Berichten belgischer Medien unter Korruptionsverdacht. Die Berichte stützen sich auf einen ehemaligen Mitarbeiter des belgischen Nachrichtendienstes.

Derzeit sollen in Belgien interne Ermittlungen gegen Reynders laufen. Die Vorwürfe richten sich auch gegen einen Reynders-Vertrauten.

Im Mittelpunkt der Affäre stehen millionenschwere Regierungsaufträge, wie etwa der Bau der belgischen Botschaft in Kinshasa (Kongo). Laut Aussagen des von belgischen Medien in Bezug genommenen Ex-Geheimdienstlers sollen dabei Bestechungsgelder geflossen sein.

Der Ex-Agent behauptet demnach auch, dass der designierte EU-Justizkommissar in Geldwäsche und Waffengeschäfte involviert war – u. a. im Zusammenhang mit Libyen und ebenfalls mit dem Kongo.

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft wollte sich zunächst nicht weiter zu den Vorwürfen äußern, erklärte jedoch, »dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind«. (lol)

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