VW erwischt es heftig

Absatz von Volkswagen bricht weltweit ein

Der VW-Konzern hat weltweit ein deutliches Absatzminus zu verkraften. Vor allem auf dem wichtigen Markt in China sieht es düster aus für die Wolfsburger.

VW-Zentrale in Wolfsburg: Für Volkswagen brechen schwere Zeiten an

Volkswagen hat im vergangenen Monat deutlich weniger Fahrzeuge verkauft. Der Konzern lieferte im April mit 866.400 Pkw und Lkw weltweit 6,6 Prozent weniger Fahrzeugeinheiten aus als im Vergleichsmonat 2018.

Am heftigsten fiel der Rückgang in China aus, dem größten Markt der Wolfsburger. Dort schlug der Konzern knapp zehn Prozent weniger Fahrzeuge um, weil der Handelsstreit mit den USA die Verbraucher im »Reich der Mitte« offenbar weiter verunsichert. Die erhoffte Belebung durch eine von der chinesischen Regierung zu Monatsanfang durchgeführte Senkung der Mehrwertsteuer blieb aus.

Aber auch auf dem Heimatmarkt in Deutschland laufen die Geschäfte mau. Hier verkaufte Volkswagen 6,3 Prozent weniger Fahrzeuge, in den USA ging der Absatz um fast 4 Prozent zurück und in Südamerika um mehr als 6 Prozent.

Unter den einzelnen Pkw-Marken steigerten sich lediglich Seat und Porsche, während die Hauptmarke VW-Pkw sowie Audi und Skoda zum Teil massive Verkaufsrückgänge verbuchten. Der Absatz der Lkw-Tochter MAN sank ebenfalls. Dabei hatte sich der VW-Konzern für dieses Jahr eigentlich einen leichten Anstieg der Auslieferungen zum Ziel gesetzt.

Trotz der teilweise starken Einbrüche auf den wichtigsten Verkaufsmärkten will Volkswagen das Gesamtjahr noch nicht abschreiben. »Wir führen in den kommenden Monaten wichtige neue Modelle ein und blicken weiter etwas optimistischer in die zweite Jahreshälfte«, erklärte Vertriebsleiter Christian Dahlheim am Freitag.

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