CSU stürzt in Umfrage vor der Landtagswahl auf 33 Prozent ab

Jeder zweite der 61,6 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland will Umfragen zufolge, dass Angela Merkel (CDU) als Bundeskanzlerin aufhört. Fast jeder sechste Bundesbürger kann diesem Wunsch bei der bayerischen Landtagswahl am 14. Oktober Nachdruck verleihen – mit einer Stimme für die AfD. Nach allen Erhebungen der Demoskopen dürfte feststehen: Die Wähler in Bayern (9,5 Millionen Wahlberechtigte) werden die CSU-Alleinherrschaft endgültig brechen. Sie werden den Filz einer Partei beenden, die sich den Freistaat auf allen Ebenen wie eine Beute gekrallt hat. Kurz vor der Landtagswahl brach die CSU in der Wählergunst noch einmal dramatisch ein. Im neuen »Bayerntrend« von Infratest dimap kamen die Christsozialen vergangene Woche auf 33 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Vormonat.

Die Wählerinnen und Wähler in Bayern können am 14. Oktober dafür sorgen, dass einer wahrscheinlichen Koalition des großen Wahlverlierers CSU mit grünen Öko-Sozialisten eine echte, die Heimat liebende Opposition im Münchner Maximilianeum gegenüber sitzt; dass im 18. Bayerischen Landtag eine starke freiheitlich-konservative Alternative vertreten sein und ihre Stimme erheben wird. Der Souverän kann nachdrücklich daran erinnern, dass es im Landesparlament eine politische Kraft von Gewicht braucht, die den Regierenden auf die Finger schaut und auf die Finger haut.

Sollte Ihre Wahlentscheidung noch nicht feststehen, wägen Sie noch einmal sorgfältig ab:

▸ Wer AfD Bayern wählt, stärkt die demokratische Debattenkultur und die pluralistische Meinungsvielfalt im Freistaat!

▸ Wer AfD Bayern wählt, kann unmittelbar Einfluss auf die katastrophale Bundespolitik nehmen. Und kann mit der Stimme für die AfD helfen, die verhängnisvolle Masseneinwanderung zu stoppen.

Die Menschen in Bayern haben am 14. Oktober die großartige Chance, einen mutigen demokratischen Quantensprung im weiß-blauen Freistaat zu wagen – so wie es sechs Millionen Deutsche bei der Bundestagswahl vor gut einem Jahr wagten. Mit einem überzeugenden Votum für die AfD können die Bayern deutlich machen: Wir wollen nicht mehr! Wir haben die jahrzehntelange selbstherrliche CSU-Alleinregentschaft im Freistaat satt und wir finden auch, dass 13 unheilvolle Jahre Angela Merkel genug sind!

Ein starkes AfD-Ergebnis in Bayern wird die Erde nicht nur in München, sondern auch in Berlin gewaltig beben lassen – mit unüberschaubaren Entwicklungen nicht nur im Machtgefüge der CSU. Längst ist nicht ausgemacht, ob es bei der Ankündigung von
Angela Merkel bleibt, sie werde sich auf dem CDU-Parteitag im Dezember zur Wiederwahl als Parteivorsitzende stellen. Ein Wahldebakel der CSU in Bayern und zwei Wochen später der CDU in Hessen könnte Merkel einen dicken Strich durch die Rechnung machen und zeitnah das Ende ihrer
Kanzlerschaft herbeiführen.

Nach letzten Umfragen erreichen CDU und CSU zusammen nur noch 26 bis 27 Prozent der Wählerstimmen bundesweit. »Im Dezember könnte die Ära Merkel beendet sein«, spekuliert der ›Spiegel‹. Die Wähler in Bayern haben es in der Hand, den Sturz Merkels zu beschleunigen. Der absurde Dieselkompromiss, den selbst der regierungstreue
›Deutschlandfunk‹ eine einzige Farce nennt, hat erneut gezeigt: Merkels Chaos-GroKo bringt nichts auf die Reihe. 
Auch in der CSU ist der Machtkampf voll entbrannt.


 

Peinlicher Rückzieher des CSU-Ministerpräsidenten

Söder heißt Merkel »herzlich willkommen«

In der Vogelwelt gehört der »Wendehals« zur Spezies der Rotkehlchen. In der Politik steht der »Wendehals« sprachbildlich für die Gattung des Opportunisten, der sich, wie nach dem Zusammenbruch der DDR, geschmeidig den jeweiligen politischen Gegebenheiten anpasst.

In Bayern sind aktuell zwei besondere Prachtexemplare des »Wendehalses« zu bestaunen: der noch amtierende Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der noch amtierende CSU-Vorsitzende Horst Seehofer.

Es ist noch gar nicht lange her, da verbat sich Söder Wahlkampfauftritte der Masseneinwanderungskanzlerin Angela Merkel (CDU) im bayerischen Landtagswahlkampf: »Zu meiner Abschluss-kundgebung kommt keine Bundeskanzlerin, sondern ein Bundeskanzler.« So soll er auf dem Höhepunkt des sommerlichen Asyl-Schmierentheaters gesagt haben.

Die verklausulierte Botschaft lautete: Wenn schon ein Kanzler im Landtagswahlkampf, dann bitte der österreichische Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP), aber bloß nicht Merkel!

Am vorvergangenen Sonntag legte Söder zur großen Verwunderung des Publikums eine 180-Grad-Wende hin.

Bei einem »europapolitischen Symposium« im Benediktinerkloster Ottobeuren, zu dem der CSU-Ehrenvorsitzende und D-Mark-Abschaffer Theo Waigel in das Unterallgäu geladen hatte, saßen der bayerische Ministerpräsident und Merkel einträchtig zusammen. So, als hätte auch zwischen ihnen nie ein Blatt Papier gepasst. Brav gab der zahnlose bayerische Löwe Pfötchen und hieß Merkel »ausdrücklich herzlich willkommen« im Freistaat. Dem ›Bayerischen Rundfunk‹ (BR) vertraute Söder gar an, er erhoffe sich vom Abstecher der Kanzlerin Rückenwind für die Landtagswahl.

Allerdings gab es in der vergangenen Woche noch eine viel größere Wende zu bestaunen, und zwar um 360 Grad: Horst Seehofer, der bis vor kurzem noch in der Masseneinwanderung die »Mutter aller Probleme« gesehen hatte, »begrüßte« die Ankündigung Merkels, im Dezember erneut für den CDU-Vorsitz zu kandidieren: »Die Kanzlerin hat erklärt, dass sie kandidiert. Ich begrüße das und werde alles dafür tun, dass wir in ruhigere Gewässer kommen«, sagte Seehofer am Rande der CSU-Vorstandssitzung in München. Es klang wie:

Bitte, bitte, liebe Angela – lass mich wenigstens Innenminister bleiben!

Harmonie schien angesagt im Endspurt zur bayerischen Landtagswahl. Herrscht auf einmal Friede, Freude, Eierkuchen zwischen den Unions-Parteien? So kann man es sehen. Man kann es auch anders sehen. Man muss es sogar: Die beiden CSU-Wendehälse denken schon an den Tag nach der Wahl!

Das eigentlich Spannende beim gemeinsamen Auftritt von Merkel und Söder in Ottobeuren war denn auch zwischen den Zeilen herauszuhören – vor allem bei Söder. Der schob See-
hofer schon jetzt den »Schwarzen Peter« für das absehbare Waterloo der CSU am
14. Oktober zu. Ganz offen gab Söder zu erkennen, dass er den späten Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten im Rückblick für einen Fehler hält. Er sei jetzt sechs Monate Ministerpräsident, sagte Söder und klagte: »Wegen mir hätte es auch schon ein bisschen eher starten können.« Zur Erinnerung: Seehofer hatte sich bis zum letzten Tag an seinen Sessel in der Münchner Staatskanzlei geklammert.

Dann schoss Söder eine Breitseite gegen Seehofers Asylpolitik ab: »Der aggressive Ansatz, da kann man nichts lösen.«

Überschwänglich lobte der Bayern-Premier hingegen, dass Merkel in Europa »Erfolge« erzielt habe. Wohlgemerkt: Merkel, nicht der Bundesinnenminister!

Zum Eklat kam es schließlich hinter verschlossenen Türen. Seehofer verließ die CSU-Vorstandssitzung vorzeitig wegen angeblicher Terminpflichten in Berlin. Landtagspräsidentin Barbara Stamm, deren Amtszeit sich dem Ende zuneigt, zischte: Sie sei »fassungslos, dass 14 Tage vor der entscheidenden Wahl der Parteivorsitzende nicht bis zum Ende der Sitzung, von A bis Z, teilnimmt«.

Christian Deutschländer, gewöhnlich gut informierter Chefkorrespondent des ›Münchner Merkus‹, berichtete unter Berufung auf Teilnehmer von »einer der gespenstischsten« Vorstandssitzungen seit zehn Jahren und einem sich dramatisch zuspitzenden Machtkampf: »Es gärt in der CSU, und zwar direkt unter dem Sitz von Seehofer.« Die Montagssitzung des Parteivorstands, eigentlich eine Formalie zur Selbstvergewisserung, belege einen »Bruch zwischen Chef und Team«.

In der Hauptstadt gehen deshalb nicht wenige davon aus, dass Seehofers letzte Arbeitswoche angebrochen sein könnte – nicht nur als CSU-Chef, sondern auch als Bundesinnenminister.

Aus seinem Amtszimmer im Innenministerium, so soll Seehofer einmal laut ›Spiegel‹ sinniert haben, blicke er »auf den Friedhof hinter dem Kanzleramt«. Dort würden Merkels politische Leichen liegen. Dort, neben Friedrich Merz und Roland Koch, wolle er nicht enden.

Vielleicht sollte sich Seehofer diese Woche besser doch schon einmal nach einer Grabstelle umschauen.

Söder zündete derweil noch eine letzte vermeintliche Wahlkampf-Rakete mit »Bavaria One«, einem 700 Millionen Euro teuren Luft- und Raumfahrtprojekt der Staatsregierung (sprich: des Steuerzahlers). Auf einem XXL-Poster posiert der bayerische Ministerpräsident – peinlicher geht’s immer! – als Weltraum-Pioneer wie bei der legendären Apollo-Mission. Im Netz hagelt es Hohn und Spott. Ein Twitter-Nutzer ätzte:  »Markus Söder bettelt ja geradezu darum, zum Mond geschossen zu werden – von mir aus auch in der ›Bavaria One‹. Hauptsache one way.«

 

QUELLEBild: imago
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