Wenn Bill Gates ruft, machen Staaten Milliarden locker:

Der Corona-Pate

Bill Gates der Corona-Pate

Nur wenige Tage nach einem Spendenaufruf der Bill- und Melinda-Gates-Stiftung machten 40 Länder rund acht Milliarden Dollar an Steuergeldern zur Corona-Impfstoffentwicklung locker. Was mit dem Geld wirklich passiert, weiß kein Mensch.

Am 24. April startete die Gates-Stiftung ihre Corona-Initiative »Global Response«. Weniger als zwei Wochen später hielten EU und Regierungen eine Geberkonferenz ab und sammelten umgerechnet 7,4 Milliarden Euro zur Erforschung eines Corona-Impfstoffes ein. Das sind Reaktionszeiten wie auf Knopfdruck – der Knopfdruck einer gigantischen Notenpresse!

Mit einem Betrag von einer Milliarde Euro trägt die EU-Kommission den Großteil bei.
Weitere Großspenden kommen aus Deutschland (525 Millionen Euro), Frankreich (500 Millionen Euro), Großbritannien (umgerechnet 442 Millionen Euro), Kanada (umgerechnet 780 Millionen Euro), Italien (140 Millionen Euro).

Kleine Notiz am Rande: Auch bei der von der EU-Kommission zugesagten Milliarde handelt es sich ausschließlich um das Geld der Steuerzahler, vor allem der deutschen!

Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda sind mit ihrer Stiftung seit Jahren der wichtigste Sponsor der umstrittenen Weltgesundheitsorganisation. Ohne Bill Gates und dessen Kapital (bzw. das von ihm eingesammelte) wäre die WHO längst pleite.

Nachdem US-Präsident Donald Trump die Beiträge der USA für die UN-Organisation eingestellt hat, kontrolliert Gates die Agenda der WHO jetzt vollständig. Die künftig fehlenden US-Beiträge glich er durch zwei weitere Spenden in dreistelliger Millionenhöhe aus.

Der Technologie-Multimilliardär, mit einem geschätzten Vermögen von 110 Milliarden Dollar der reichste Mann der Welt, hat außer in die WHO auch Dutzende Millionen Dollar in Impfprojekte weltweit investiert. Transparenz darüber, welche konkreten Projekte oder Unternehmen mit den jetzt 7,4 Milliarden Euro an Steuergeldern aus der Geberkonferenz finanziert werden sollen – Fehlanzeige!

Lapidar heißt es nur: Die von der Gates Stiftung generierten Milliarden sollen an verschiedene Gates-finanzierte Organisationen ausgeschüttet werden, damit diese es gemäß der Philosophie von Bill Gates und des Weltwirtschaftsforums an große Pharmakonzerne weiterleiten. Diese Philosophie besagt im Kern, dass die Verbesserung der Welt am effizientesten nach kommerziellen Prinzipien stattfinden solle und dass man damit auch gutes Geld verdienen könne.

Darüber, an wen die halbe Milliarde Euro aus Deutschland, die Milliarde von der EU und die sechs weiteren Milliarden der übrigen Länder verteilt werden sollen, um Impfstoffentwicklung, Herstellung von Medikamenten und von Immunitätstests zu subventionieren, teilt die Bundesregierung nur Vages mit: »Ein Großteil der gesammelten Gelder geht an die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (Gavi) und die Koalition für Innovationen in der Epidemievorbeugung (CEPI). Damit werden sie in ihrer Leistungsfähigkeit gestärkt.«

Gavi ist eine von der Gates Stiftung finanzierte und kontrollierte Impforganisation, während CEPI vom Davoser Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF), dem Klub der mächtigsten Großkonzerne, ins Leben gerufen wurde. Die im WEF organisierten Multis machten vor einigen Monaten von sich reden, weil sie offen die de facto Entmachtung von Staaten forderten:

Über die wirklich wichtigen Belange von weltweiter Bedeutung sollten künftig nur noch Konzerne entscheiden.

Will der milliardenschwere Corona-Pate Bill Gates, ein offenherziger Gönner auch von Mainstream-Medien wie des Hamburger Gerüchtemagazins ›Spiegel‹, die Weltherrschaft an sich reißen?

Bill Gates steht seit Jahren in der Kritik

In der Vergangenheit gab es immer wieder Kritik an Bill Gates und seiner Stiftung. Der wird u.a. vorgeworfen, vornehmlich diejenigen Firmen zu unterstützen, deren Aktien sie hält. Weiterhin legt sie als einer der größten WHO-Geldgeber fest, für welche Programme die Spenden verwendet werden sollen, kann also der WHO durchaus eine Richtung vorgeben.

Die »Los Angeles Times« warf der Stiftung 2007 Investitionen in Unternehmen vor, die stark zur Umweltverschmutzung beigetragen haben oder teure AIDS-Medikamente verkauften.

»The Guardian« kritisierte 2010 die Zusammenarbeit der Stiftung mit dem umstrittenen Konzern Monsanto, dem unter anderem vorgeworfen wird, die Landwirtschaft in Afrika zu bedrohen und über die Patentierung von Saatgut in wirtschaftlicher Abhängigkeit zu halten.

Der britische Arzt und Medizinexperte David McCoy warf der Stiftung 2014 vor, ein Mittel zur Machtausübung zu sein. McCoy prangerte an, dass das Stiftungsgeld nicht effizient und kostensparend ausgegeben werde. Unter dem Deckmantel einer Wohltätigkeitsorganisation würde Einfluss auf Politik, die WHO und die Weltbank genommen. McCoy bemängelte ein Bekenntnis zu sozialer Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung und das Fehlen von Ethik- und Nachhaltigkeitsstandards für die Geldanlagen. Er kritisierte die Konzentration auf wenige ausgewählte Technologien und Krankheiten, insbesondere Krankheiten, gegen die man impfen könne, vernachlässige aber andere, dringende Probleme.

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