Werden kriminelle Migranten-Kids diskriminiert?

Die spitze Feder aus Österreich

Johannes Schüller

Eine furchtbare Tat schockt Deutschland. Fünf Kinder und Jugendliche sollen bei einem Spielplatz in Mülheim eine 18-Jährige gemeinsam bestialisch vergewaltigt haben. Die südländischen Minderjährigen, die zuerst mit ihren Familien-Clans in Bulgarien lebten und nun in Deutschland wohnhaft sind, kannten kein Mitleid. Sie lockten ihr geistig leicht beeinträchtigtes Opfer in ein kleines Waldstück, schlugen und peinigten es! Besonders pikant: Die mutmaßlichen Täter, für die die Unschuldsvermutung gilt, sollen gerade einmal 12 bis 14 Jahre alt sein. Sie gehören somit zur Gruppe jener minderjährigen Migranten, die immer häufiger durch rücksichtslose Kriminalität auffallen.

Seit 2015: Zahl krimineller Migranten-Kids explodiert

Denn seit dem Asyl-Tsunami von 2015 nahm die Zahl nichtdeutscher und akut tatverdächtiger Kinder teils dramatisch zu. Während 2014 laut aktueller polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) bundesweit noch 14.648 Kinder im Alter von bis zu 14 Jahren als tatverdächtig galten, waren es nur ein Jahr später bereits 32.016. Unfassbar: 2016 waren sogar 46.709 Migrantenkinder laut PKS in Kriminalfälle verwickelt! Doch auch die Reaktionen sogenannter »Experten« machen mitunter fassungslos. So erkannte der Psychotherapeut Christian Lüdke im Interview mit dem ›WDR‹ zwar, dass die Vergewaltigungen einschneidende Folgen für das Opfer haben werde. Doch wenig später beschwichtigt er: »Sie wird dann später ein anderes Leben führen, als sie ohne diese Vergewaltigung geführt hat, aber dieses Leben muss nicht unbedingt schlechter sein, es ist einfach nur anders.«

Ex-SPD-Minister: Diskriminierung als Ursache

Der ebenfalls umstrittene Kriminologe und ehemalige niedersächsische SPD-Justizminister Christian Pfeiffer will in der vermeintlichen Diskriminierung von Migrantenkindern eine wesentliche Ursache erkennen. »Es wird schwierig, wenn sie sich als Außenseiter empfinden. Sie dürfen bei den anderen nicht mitspielen. Das erhöht die Gefahr zusätzlich, dass sie zu solchen Taten angestiftet werden, mit denen sie um Aufmerksamkeit heischen«, erklärt Pfeiffer ernsthaft!

Österreicher fassungslos

In Österreich sorgen solche Sätze für Fassungslosigkeit. Einige Politiker pochen nach der Horror-Tat von Mülheim – mit Fug und Recht – auf eine Herabsetzung der Strafmündigkeit für Kinder. »Wer mit 12 oder 13 raubt, vergewaltigt oder andere bedroht, darf vor dem Gesetz nicht als unmündiges Kind gelten!«, fordert etwa der Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml. Auch Ex-Innenminister Herbert Kickl (ebenfalls FPÖ) will nun eine strengere Gesetzgebung: »Junges Alter darf kein Freifahrtschein für Vergewaltigung sein!« Die ÖVP lehnt die Herabsenkung der Strafmündigkeit zwar ab, will jedoch besonders verantwortungslosen Migranteneltern die Staatsbürgerschaft verweigern. Von solch klaren Forderungen kann man in Deutschland bei den Altparteien leider nur träumen!

Johannes Schüller

ist Stellvertretender Chefredakteur der österreichischen Zeitung ›Wochenblick‹.

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