Zwei Anschläge von Psychopathen wühlen die Menschen in Deutschland auf:

Altparteien gierig wie die Junkies!

Von Aloys Krause

Zwei Psychopathen haben in dieser Woche mit ihren furchtbaren Taten Deutschland erschüttert. Limburg – war da was? Alle auf nach Halle!

Tatort Limburg (li.) – Tatort Halle: Totschweigen auf der einen, heuchlerische politische Instrumentalisierung auf der anderen Seite

Über den einen Irren redet kein Mensch mehr. Der andere Irre – der Eindruck drängt sich leider auf – kommt »wie gerufen«. Gierig wie die Junkies, die nach dem nächsten Schuss lechzen, sogen Altparteien und ihre Schleppenträger in den Medien die Bluttat von Halle (zwei Tote) auf.

Der Generalbundesanwalt, der in Limburg mehr Weile als Eile hat, riss in Halle sogleich die Ermittlungen an sich und jazzte die Morde des mutmaßlich irren Einzelgängers Stefan B. (27) mit dem Prädikat »Staatsschutzcharakter« zu einem Fall von »Rechtsterrorismus« hoch.

Generalbundesanwalt ist politischer Beamter

Dazu muss man wissen: Der Generalbundesanwalt ist seit vier Jahren Peter Frank, ein (mindestens) CSU-naher bayerischer Karrierebeamter. Als weisungsgebundener politischer Beamter hat er mit den politischen Zielen der Bundesregierung übereinzustimmen oder kann jederzeit ohne Angabe von Gründen entlassen werden. Obwohl die Ermittlungen noch ganz am Anfang stehen, trat Frank 24 Stunden nach der Tat vor die Presse, um zu verkünden: »Was wir gestern erlebt haben, war Terror.«

Doch zurück zum Kern der Sache:

Wenn zwei durchgeknallte Psychopathen die gleiche Absicht haben, nämlich möglichst viele Menschen zu töten wie im mittelhessischen Limburg und zwei Tage später im mitteldeutschen Halle, ist es noch lange nicht dasselbe! Der kleine, aber feine Unterschied: Der eine Täter ist ein syrischer Merkel-Gast ohne gültigen Aufenthaltstitel; der andere ist nach allem, was wir wissen, ein deutscher Loser (ja, auch die gibt’s in dem Land, in dem »wir gut und gerne leben«).

PASST!

Schnell war man sich in den Reihen des Altparteien-Kartells und seiner medialen Helfershelfer einig:

► Der eine Irre, der in Limburg mit einem Sattelschlepper ein Blutbad anrichten wollte, ist ein »psychisch gestörter Einzeltäter« – mag er auch noch so laut »Allah« angerufen haben.

► Der andere Irre, der in Halle an der Saale zwei Menschen erschoss und offenkundig am Tag des jüdischen Versöhnungsfestes Jom Kippur in der dortigen Synagoge ebenfalls ein Blutbad anrichten wollte, ist sozusagen die Höllenbrut der AfD.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

►  Ausgerechnet die AfD, die wie keine andere Partei Antisemitismus und Extremismus ablehnt und verurteilt, soll subkutan schuld an der Tat von Halle sein.

►  Ausgerechnet der AfD, in deren Reihen sich eine eigene jüdische Bundesvereinigung (»Juden in der AfD«) etabliert hat, lastet das verlogene Altparteien-Kartell wider besseres Wissen eine geistige Mittäterschaft an.

Herrmann, der Hetzer

Den Vogel abgeschossen hat – mal wieder – der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU): »Das eine sind diese schrecklichen Gewalttäter, vor denen wir uns schützen müssen – das andere sind auch die geistigen Brandstifter«, hetzte er im ›Bayerischen Rundfunk‹ und fuhr fort: »Da sind in letzter Zeit auch einige Vertreter der AfD in unverschämter Weise aufgefallen.«

Namentlich nannte Herrmann in diesem Zusammenhang den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke: »Höcke ist einer der geistigen Brandstifter, wenn es darum geht, wieder mehr Antisemitismus in unserem Land zu verbreiten. Darüber müssen wir jetzt die politische Auseinandersetzung konsequent führen.«

Der CDU-Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer hingegen scheint das Pech wie zäher Kaugummi unter der Schuhsohle anzuhaften. Sie sprach von einem »Alarmzeichen« – das war vielen, nicht nur Springer-Chef Mathias Döpfner, denn doch zu wenig.

Wer hätte das erwartet: Klare Worte vom Springer-Chef

Döpfner merkte (Respekt!) als eine aus den Mainstream-Stimmen herausragende Kommentierung an: »Ein Zeichen war es vielleicht, dass wenige Tage zuvor, am 4. Oktober in Berlin, ein Syrer die Absperrung einer Synagoge überwindet, ›Fuck Israel‹ und ›Allahu Akbar‹ ruft und daraufhin ein Kampfmesser zieht. Er wird festgenommen und am Tag darauf wieder freigelassen. Neben Hausfriedensbruch bestehe kein weiterer Tatverdacht. Solche Zeichen werden verstanden. Als Einladung.«

Und, weiter zutreffend – to whom it may concern: »Immer weniger wird noch benannt, wie es ist. Es wird verschwiegen oder beschwichtigend verharmlost. Und wenn einige wenige Medien die Fakten doch nennen oder grausame Bilder trotzdem zeigen, dann werden vielfach nicht die Tatsachen beklagt, sondern wird derjenige beschimpft oder gar der Aufwiegelung bezichtigt, der die Realität beschreibt. Deutschlands Politik- und Medieneliten schlafen den Schlaf der Selbstgerechten und träumen den Wunschtraum der Political Correctness. Möchten sie nicht, dass diese Ruhe gestört wird?«

Nun ja – auch Springer-Vorstand Döpfner schwurbelt politisch korrekt am wahren Problem vorbei, nämlich am islamistischen Antisemitismus. Aber er scheint zumindest auf der richtigen Spur zu sein.

Es ist der gleichermaßen durchschaubare wie untaugliche Versuch der Altparteien und ihrer medialen Helfershelfer, den Horror von Halle gegen einen unliebsamen und unbeugsamen politischen Gegner zu instrumentalisieren, der genau DIESES Problem stets beim Namen nennt! Mögen die Reaktionen, wie etwa die des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (Walter, der Spalter!) noch so sehr unter dem Mäntelchen staatstragender Betroffenheit daherkommen.

Gauland verurteilt »monströses Verbrechen«

Die AfD hat sich denn auch entschieden gegen alle Versuche des Altparteien-Kartells und seiner »Fünften Kolonne« in den Medien verwahrt, ihr eine Mitverantwortung an dem Anschlag in Halle in die Schuhe zu schieben. »Wer dieses entsetzliche Verbrechen missbraucht, um die politische Konkurrenz mit haltlosen Diffamierungen zu verleumden, der spaltet die Gesellschaft«, erklärte Fraktionschefin Alice Weidel. Co-Parteichef Alexander Gauland verurteilte ausdrücklich die Morde von Halle: »Wir sind erschüttert über dieses monströse Verbrechen.« Antisemitischer Terror und extremistische Gewalt müssten »bekämpft und bestraft« werden.

Meuthen warnt vor »parteipolitischer Instrumentalisierung«

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen kritisierte scharf das Vorgehen der Sicherheitsbehörden in Halle. »Was da schiefgelaufen ist, ist, dass die Sicherheitsbehörden hier versagt haben«, sagte Meuthen am Freitag im ›ZDF‹-»Morgenmagazin«. Die jüdische Gemeinde in Halle habe mehrfach um Polizeischutz für den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gebeten. »Das ist nicht gewährt worden. Und jetzt kommen die um die Ecke und sagen ›jetzt wollen wir schützen‹ – das ist zu spät.«
Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) warf Meuthen vor, die Tat parteipolitisch gegen seine Partei zu instrumentalisieren. Auch Seehofer hatte Herrmann, allerdings ohne die AfD ausdrücklich zu erwähnen, zugestimmt mit Blick auf dessen Äußerung von den »geistigen Brandstiftern«.
Meuthen sagte dazu: »Wir halten das für absurd und infam. Wie kann man angesichts eines solchen Verbrechens, das die Republik schockiert, anfangen mit parteipolitischer Instrumentalisierung?«

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