Wie die Regierung die Corona-Angst schürt:

Seehofers geheime Anleitung zur Massenhysterie

So langsam wird manches immer klarer: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat von einer »Expertengruppe« eine geheime Anleitung zur Corona-Massenhysterie ausarbeiten lassen. Als Kommunikationsstrategie wird vorgeschlagen, unter der Bevölkerung möglichst große Angst vor der Pandemie zu verbreiten: »Das Ersticken ist für jeden Menschen eine Urangst.«

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) beim Durchblättern des 17-seitigen, nicht für die Öffentlichkeit bestimmten, Dokuments

Unfassbar: Seehofers sogenannte Experten raten dazu, »drastische Maßnahmen zur Krisenkommunikation« zu ergreifen. Unterstellt wird dabei ein Worst-Case-Szenario, bei dem sich ein Drittel der Deutschen mit dem Coronavirus infiziert haben und mehr als eine Million Bürger sterben – sofern eine »massive Überlastung des Gesundheitssystems« nicht durch »entschlossenes Eingreifen« abgewendet werde. Deshalb müsse eine »Schockwirkung« her, damit auch der letzte Bürger in diesem Land Einsicht in länger andauernde Ausgangs- und Kontaktverbote zeige.

Das 17-seitige Dokument ist als »Verschlusssache« und »nur für den Dienstgebrauch« eingestuft – »nicht für die Öffentlichkeit bestimmt«, wie Bundesinnenministeriums-Sprecher Steve Alter sagt. Laut ›FAZ‹ wurde das Papier vom 19. bis 22. März von einer »Gruppe von rund zehn Fachleuten« entworfen. Beteiligt sollen »Wissenschaftler« des Instituts der deutschen Wirtschaft und des RWI –Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung gewesen sein.

»Qualvolles Sterben«

In ihrem Machwerk geilen sich die Autoren an detaillierten Beschreibungen des Leidens von schwer an Corona Erkrankten auf. Szenario: Diese würden im Krankenhaus abgewiesen und »sterben qualvoll nach Luft ringend zu Hause«. Kinder würden sich »leicht anstecken«, dann ihre Eltern infizieren, die dann ebenfalls »qualvoll zu Hause sterben«.

Seehofers Horror-Drehbuchschreiber empfehlen drastische Maßnahmen: »Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden«, schreiben die Verfasser und betonen: »Das Ersticken ist für jeden Menschen eine Urangst.«

Unumwunden geben Seehofers Zauberlehrlinge zu: Die Bevölkerung soll gefügig gemacht, die Bereitschaft zum Ertragen der Ausgangsbeschränkungen gesteigert werden.

Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach in ihrer TV-Ansprache ganz im Tenor dieser Hysterieanleitung von der »größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg«. Seehofer himself befürchtet »Millionen Tote«. Und auch der im Horrordrehbuch enthaltene Hinweis auf die »Spanische Grippe« bei Ende des Ersten Weltkrieges mit 50 Millionen Toten weltweit wurde von Propagandamedien wie ›n-tv‹ dankbar aufgenommen und willfährig verbreitet.

Durchschnittsalter der Corona-Toten in Deutschland:  80 Jahre

Das Durchschnittsalter der Corona-Toten beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland 80 Jahre. Das jüngste Todesopfer war 28 Jahre alt und hatte gravierende Vorerkrankungen. Viele der Verstorbenen hätten auch ohne die Erkrankung nur noch eine überschaubare Lebenserwartung gehabt, räumt das RKI ein.

Zudem sind die Angaben teilweise widersprüchlich: Die Gesundheitsbehörde der Stadt Hamburg zum Beispiel erklärte jüngst, die Corona-Todesfälle anders zu zählen als das RKI. Beim RKI landen alle Verstorbenen, bei denen das Virus festgestellt wurde, in der Corona-Statistik. In Hamburg nur diejenigen, die nachweislich auch an Covid-19 gestorben sind. Das untersucht wiederum die Rechtsmedizin. Bei Sterbefällen mit positivem Corona-Test wird bei einer Obduktion dann die genaue Todesursache festgestellt.

Der Unterschied zwischen den Zählweisen ist gravierend: Am Donnerstag der vergangenen Woche gab das Robert-Koch-Institut für Hamburg 14 Todesfälle an, die Gesundheitsbehörde der Hansestadt dagegen kam nur auf acht. Viele der Verstorbenen litten nämlich an schweren bis teilweise akut lebensbedrohlichen Vorerkrankungen. Hamburg dringt deshalb darauf, dass bundesweit die Zählweise überprüft wird.

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