Wie Seehofer & Co. sich die Migrationskriminalität schönrechnen

Zahlen lügen nicht – die Statistik schon!

Laut der neuen »Polizeilichen Kriminalstatistik« (PKS) ist der Anteil tatverdächtiger Zuwanderer 2018 um 6,3 Prozent gesunken. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn die kriminelle Energie und Gewaltbereitschaft von Migranten konzentriert sich immer mehr auf Kerndelikte. Diese steigen signifikant an.

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Hans-Joachim Grote (CDU), Vorsitzender der Innenministerkonferenz und Innenminister von Schleswig-Holstein (v.li.), stellen die Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 vor

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Hans-Joachim Grote (CDU), Innenminister des Landes Schleswig-Holstein und Vorsitzender der Innenminister-Konferenz (IMK), sowie Holger Münch, der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), stellten gestern in Berlin die Verbrechensstatistik für 2018 vor.

Demnach ist die Gesamtkriminalität erwartungsgemäß weiter gesunken – auf einen neuen Tiefstand gar, will man der Propaganda glauben. Was vor allem der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass die Fahrradschlösser dicker und die Wohnungstüren sicherer geworden sind (der Deutschland Kurier berichtete).

Insgesamt erfasste die Polizei im vergangenen Jahr 2.051.266 Tatverdächtige. Das waren gegenüber dem Vorjahr 2,9 % weniger. 1.342.886 Tatverdächtige waren deutsche Staatsbürger ( –2,4 %). Wie viele davon einen sogenannten Migrationshintergrund haben, also eingebürgert sind, wird in der Statistik nicht ausgewiesen.

708.380 der Tatverdächtigen besaßen jedenfalls nicht die deutsche Staatsbürgerschaft (–3,8%). Der Anteil tatverdächtiger Zuwanderer soll sogar um 6,3 Prozent gesunken sein. Wie sich dieser Rückgang errechnet, bleibt ohnehin Seehofers Geheimnis, weil es aufgrund neuer Erfassungskriterien keine verlässliche Vergleichsbasis gegenüber den Vorjahren gibt. Bis 2015 war Zuwandererkriminalität für die Polizei noch ein Fremdwort.

Wie auch immer: Unter den nicht-deutschen Tatverdächtigen waren 281.628 Zuwanderer, was einen prozentualen Anteil von über zehn Prozent in der Gruppe der Ausländer ausmacht. Interessant wird es dann im sogenannten Kleingedruckten der »PKS«:

Der Migrantenanteil an einzelnen Deliktarten ist oftmals signifikant angestiegen. Dies deutet darauf hin, dass die kriminelle Energie und Gewaltbereitschaft der »Schutzsuchenden« weiter zugenommen hat und sich inzwischen auf bestimmte Tatbestände fokussiert.

Nicht unerheblich für die Gesamtbeurteilung ist ferner, dass der (angebliche) Rückgang der Migrantenkriminalität ganz wesentlich mit der Abnahme ausländerrechtlicher Verstöße (z. B. unerlaubte Einreise, Passvergehen und unerlaubter Aufenthalt) zusammenhängen dürfte. Nun zu den Kernzahlen. In folgenden Bereichen ist die Kriminalität von Zuwanderern von 2017 auf 2018 teilweise dramatisch angestiegen:

► Mord und Totschlag: plus 4,5 Prozent

► Raubdelikte: plus 3,7 Prozent

► Gefährliche und schwere Körperverletzung: plus 2 Prozent

► Straßenkriminalität: plus 5,3 Prozent

► Straftaten »gegen die persönliche Freiheit«: plus 5,7 Prozent

► Nötigung: plus 14,6 Prozent

► Nachstellung (Stalking): plus 19,3 Prozent

► Rauschgiftdelikte: plus 21,6 Prozent (davon Kokain und Crack plus 31 Prozent, Ecstasy plus 60 Prozent!)

► Betrug mittels geraubter Zahlungsmittel, z. B. Kreditkarten: plus 33,8 Prozent

► Umweltstraftaten: plus 17,6 Prozent

► Computerkriminalität: plus 25,5 Prozent.

Es handelt sich vorstehend nur um einen unvollständigen Auszug aus dem »Kleingedruckten« im Kapitel »Zuwanderer« der Kriminalitätsstatistik. Allein diese Zahlen machen deutlich: Jede halbe Wahrheit ist immer eine ganze Lüge! (hh)

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