Windräder:

Hersteller streicht 3.000 Arbeitsplätze

Flaute im Windkraftmarkt: Der Turbinenhersteller »Enercon« will jeden sechsten Arbeitsplatz einsparen

Die Windradindustrie gerät immer tiefer in Turbulenzen. Deutschlands größter Turbinenhersteller »Enercon« will laut Medienberichten mehr als 3.000 seiner 18.000 Arbeitsplätze einsparen.

Hintergrund ist die Flaute in der Branche: In den ersten neun Monaten des Jahres wurden nur noch rund 350 Windräder an Land neu genehmigt, wie der »Bundesverband der Elektrizitätswirtschaft« (BDEW) mitteilte. Vor drei Jahren seien es in diesem Zeitraum mehr als dreimal so viele gewesen. Für die von der Bundesregierung ausgeschriebenen Zubau-Mengen habe es im Oktober nicht einmal Gebote für ein Drittel gegeben. Grund ist ein Mangel an Flächen – Folge vor allem von Klagen betroffener Bürger.

»Enercon«, mit Sitz im niedersächsischen Aurich, hatte sich lange auf den deutschen Markt konzentriert und leidet deshalb besonders unter der Krise. »Die Politik hat uns den Stecker gezogen«, sagte Firmenchef Hans-Dieter Kettwig der ›Süddeutschen Zeitung‹. »Und einen Akku haben wir nicht.« (hh)

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