»Wir brauchen eine unabhängige Ukraine-Untersuchung«:

Whistleblower-Affäre geht nach hinten los

Undurchsichtige Rolle im Ukraine-Konflikt: Ex-Vizepräsident und Bewerber um die US-Präsidentschaft Joe Biden (Demokraten) sieht sich Korruptionsvorwürfen ausgesetzt

Während die Mainstream-Medien am Wochenende alle auf die Fake-News-Story hereinfielen, Donald Trump hätte sich irgendwie mit dem neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verschworen, ließen sie die wahre Geschichte unerwähnt: die massiven Korruptionsvorwürfe gegen Hillary Clinton und Joe Biden.

»Hat Trump sich Wahlkampfhilfe im Ausland beschafft?«, schrieb die ›Süddeutsche Zeitung‹. »Whistleblower-Affäre um Trump-Telefonat: Drängte der Präsident die Ukraine zu Ermittlungen gegen Joe Bidens Sohn?«, schrieb sogar die sonst recht neutrale ›Neue Zürcher Zeitung‹. Dabei hatte ›CNN‹ schon am Freitag zugegeben: »Der Whistleblower war kein persönlicher Zeuge« von Trumps Telefonat mit Selenskyj. Der ukrainische Außenminister Vadym Prystaiko dementierte am Samstagmorgen die Vorwürfe, Trump hätte versucht, die Ukraine unter Druck zu setzen, um belastendes Material gegen seinen Herausforderer Joe Biden zu bekommen.

Es war also nur Spekulation einer anonymen Quelle in Washington, Kiew oder in der fiebrigen Fantasie der ›Wall Street Journal‹-Reporter, die die Ente in Umlauf gebracht hatten. Abgeordneter Devin Nunes (Republikaner) sagte auf ›Fox News‹ im Gespräch mit Maria Bartiromo: »Ich weiß nicht, wem das eingefallen ist. Vielleicht gibt es wirklich einen neutralen, unparteiischen Whistleblower irgendwo. Wenn, dann wollen wir von ihm hören. Aber so, wie es jetzt aussieht, ist das alles nach hinten losgegangen. Das könnte das Ende von Joe Bidens Präsidentschaftskandidatur sein, das glaube ich wirklich.«

Der verhinderte Skandal richtete nämlich nur die Aufmerksamkeit auf die Korruptionsvorwürfe gegen Bidens Sohn Hunter Biden. Autor Peter Schweizer enthüllte 2018 in seinem Buch »Secret Empires: How the American Political Class Hides Corruption and Enriches Family and Friends«, wie Hunter Biden ohne Vorkenntnisse in der Energiebranche in den Vorstand der führenden ukrainischen Erdgasfirma Burisma Holdings berufen wurde und dort 50.000 US-Dollar im Monat verdiente. Hunter Biden erhielt von Burisma über Offshore Firmen über 3 Millionen US-Dollar Schwarzgeld, so Schweizer.

Burisma gehört dem skrupellosen ukrainischen Oligarchen Ihor Kolomoiski, der Finanzier des neuen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Kolomoiski ist für seine rabiaten Methoden bekannt und soll Firmenübernahmen auch schon mal paramilitärisch organisieren, wie bei der »Übernahme« der Krementschuk Stahlwerke 2006 mit Knüppeln, Eisenstangen, Gummigeschossen und Motorsägen.

Vizepräsidentensohn Hunter Biden verstand zwar nichts von Erdgas oder der Ukraine, aber er hatte die richtigen Beziehungen. Er machte international Werbung für die dubiose Firma und verschaffte ihr Zugang zu den höchsten Kreisen. So stand er am 2. Juni 2016 in Monaco beim Forum Energiesicherheit mitFürst Albert II. und dem deutschen Ex-Vizekanzler Joschka Fischer (Grüne) auf der Bühne.

Joe Biden sollte ab dem Machtwechsel in Kiew 2014 die US-Politik gegenüber der notorisch korrupten Ukraine koordinieren, ein klarer Interessenskonflikt, wenn sein Sohn dort geschäftlich tätig war und fürstlich entlohnt wurde. Joe Biden setzte sich für einen Kredit von 1,8 Milliarden Dollar vom Internationalen Währungsfonds ein, vom amerikanischen Steuerzahler garantiert. Davon sind 1 Milliarde bei Kolomoiskis »Privatbank« spurlos verschwunden.

Laut dem ehemaligen ukrainischen Geheimdienstmitarbeiter Wassili Prosorow wurde dieses IWF-Geld auch dazu benutzt, um den Wahlkampf von Hillary Clinton zu finanzieren, durch Offshore Firmen, die mit Clinton-Großspender Wiktor Pintschuk zusammenhängen. Der Deutschland Kurier enthüllte im April, wie Clinton-Mitarbeiter mit der Obama-Botschaft in Kiew und den Medienlobbyisten von George Soros in der Ukraine die ersten Gerüchte einer »Trump-Russland-Verschwörung« streuten.

2015 setzte die Ukraine den neuen Oberstaatsanwalt Viktor Schokin ein, der Burisma und Hunter Biden untersuchte. Joe Biden erzählte 2018 freimütig auf der Bühne beim Council on Foreign Relations, wie er der Ukraine damit drohte, 1 Milliarde Dollar an Kreditgarantien zu streichen, wenn sie den Staatsanwalt nicht entließen. Biden behauptet heute, mit seinem Sohn nie über die Ukraine gesprochen zu haben, eine gewagte Behauptung. John Solomon schrieb auf ›The Hill‹: »Sowohl in den USA wie der Ukraine bestätigten mir beteiligte Beamte, Biden habe davon gewusst.«

Der angesehene republikanische Senator aus South Carolina, Lindsey Graham, forderte auf ›Fox News‹ das Justizministerium auf, die Geschäfte von Hunter Biden in der Ukraine zu untersuchen: »Wir brauchen eine unabhängige Untersuchung, was in der Ukraine im Wahlkampf 2016 los war. Es gibt Anschuldigungen, die Ukraine habe den Demokraten Informationen über Trump-Mitarbeiter zugespielt. Jetzt brauchen wir also eine Untersuchung der Biden-Connection und seines Sohnes. Man kann nicht immer nur die eine Seite untersuchen und nicht die andere, wenn man bedenkt, was die Trump-Familie in den letzten zwei Jahren alles durchmachen musste. Ich traue den Medien nicht, das zu machen, deshalb ist das Justizministerium gefragt.«

Peter Schweizer wies darauf hin, dass Hunter Biden immer noch für Burisma arbeitet und mittlerweile 83.000 Dollar im Monat verdient. »Er soll sie in Sachen Erdgas beraten, aber er hat weder Erfahrung mit Erdgas noch in der Ukraine. Die Frage ist also, wofür wird er bezahlt?«, so Schweizer, der ebenfalls die Milliardengeschäfte des Bidensohnes in China aufgedeckt hat.

Donald Trump twitterte einen Zusammenschnitt von Joe Bidens Dementi mit Berichten, die ihm widersprachen: »Das ist die eigentliche Geschichte.«

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