Das Power-Duo der Bayern-AfD: Martin Sichert und Katrin Ebner-Steiner

Rekord-Umfragewerte für die AfD drei Monate vor der Bayern-Wahl

Die Uhr tickt: Noch knapp drei Monate bis zur wichtigsten Landtagswahl seit 1949!

Gebannt blickt das politische Berlin auf die Umfragen im Freistaat Bayern. Alle Institute sagten in der vergangenen Woche einen dramatischen Absturz der CSU und einen phänomenalen Sieg der AfD voraus. Deren Chancen, am 14. Oktober erstmals auch in den Bayerischen Landtag im Münchner Maximilianeum einzuziehen – und das aus dem Stand gleich als zweitstärkste politische Kraft –, stiegen zuletzt stündlich.

Mit dem Gipfelsturm der AfD zeichnet sich ein gewaltiges »Alpenbeben« ab. Danach dürfte in München, aber auch in Berlin kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. Die sommerliche Ruhe täuscht: Vom 14. auf den 15. Oktober kommt es zur »Blutnacht« in der CSU!

Die Wähler in Bayern stimmen auch über Deutschland ab

Hinter den Kulissen werden bereits die Messer gewetzt – ein Sturz von Ministerpräsident Markus Söder und von Parteichef Horst Seehofer gilt nach dem sich abzeichnenden Landtagswahl-Debakel für die Christsozialen als ebenso wahrscheinlich wie das endgültige Aus für die Große Koalition in Berlin. Es wäre das überfällige politische Ende der
Masseneinwanderungskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die bayerischen Wähler im Freistaat stimmen also auch über das Schicksal Deutschlands ab!

Es war die Meldung der Woche: Bundesweit ließ die AfD vergangene Woche in einer INSA-Umfrage die SPD hinter sich, und das bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr seit Februar. Diesmal mit dem Rekordwert von 17,5 Prozent. Der »Genosse Trend« ist längst zur AfD übergelaufen. Die Partei hat in den Umfragen Hochkonjunktur, im Bund wie in Bayern.

Hier die jüngsten Umfragen im Überblick:

• Bayern: Laut RTL/n-tv-Trendbarometer (Forsa) kommen die Christsozialen drei Monate vor der Landtagswahl nur noch auf 38 Prozent im Freistaat. Das sind zwei Punkte weniger innerhalb von nur zwei Wochen – und es ist der schlechteste Wert seit Monaten. Damit würde die CSU ihre absolute Mehrheit verlieren und würde mindestens einen Koalitionspartner brauchen, wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre. 2013 hatte die CSU noch 47,7 Prozent erreicht.

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würde die CSU nach letzten Umfragen sogar nur 34-36 Prozent erreichen.

Die AfD kann laut Forsa mit mindestens 14 Prozent der Stimmen in Bayern rechnen – Tendenz stark steigend! Sie hat damit die SPD (12 Prozent) bereits deutlich hinter sich gelassen und ist auf gutem Weg, die Grünen (15 Prozent) zu überholen.

Bei Bundestagswahlen käme die AfD im Freistaat schon jetzt auf 16 Prozent.

Das zeigt ganz klar: Es ist Luft nach oben, zumal erfahrungsgemäß nicht alle Befragten ihre Präferenz für die AfD sogleich zu erkennen geben.

• Bund: Bei INSA überholte die AfD vergangene Woche mit dem bisherigen Rekordwert von 17,5 Prozent (!) erneut die SPD (17 Prozent) und wäre jetzt zweitstärkste politische Kraft in Deutschland. CDU und CSU landen zusammen bei nur noch 29 Prozent.

Die GroKo hätte also keine parlamentarische Mehrheit mehr. Die INSA-
Umfrage deckt sich weitgehend mit einer vergangene Woche veröffentlichten Emnid-Umfrage, wonach AfD und SPD mit 17 Prozent in etwa gleichauf liegen. Emnid ist allerdings dafür bekannt, nicht »AfD-freundlich« zu messen.

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel twitterte: »Wir erreichen in der aktuellen #INSA-Umfrage einen neuerlichen Rekordwert«. Sie postete ein Bild, in dem mit Blick auf die Umfrageergebnisse stand: »Volkspartei«.

»Die AfD wird am 14. Oktober den Gipfel stürmen«

Im Fokus steht für die AfD jetzt aber erst einmal die Bayern-Wahl. Den EINEN Spitzenkandidaten gibt es nicht im Freistaat. Martin Sichert, der ebenso umtriebige wie unermüdliche Landesvorsitzende (»Man muss das Eisen schmieden, wenn es heiß ist«), kämpft mit einem hochmotivierten Team von Spitzenkandidaten aus den sieben bayerischen Bezirken darum dass die AfD zweitstärkste politische Kraft im Freistaat wird. Es sind dies: Franz Bergmüller (Oberbayern), Katrin Ebner-Steiner (Niederbayern), Markus Bayerbach (Schwaben), Christian Klingen (Unterfranken), Raimund Swoboda (Mittelfranken), Martin Böhm (Oberfranken) Roland Magerl (Oberpfalz).

Das Maß ist voll – die Maß zum Glück auch: Mit einem zünftigen Bierkrug wirbt die AfD im Bayern-Wahlkampf

Der AfD-Erfolg in Bayern hat also viele Gesichter – das weibliche Gesicht ist die sympathische waschechte Niederbayerin Katrin Ebner-Steiner (39) – eine Menschenfischerin: Bei der Bundestagswahl holte die stellvertretende AfD-Landesvorsitzende in ihrem Wahlkreis Deggendorf das beste Erststimmenergebnis für die AfD in Westdeutschland! Ihre politischen Schwerpunkte sieht die katholische Mutter von vier Kindern, die viele Jahre als mittelständische Unternehmerin in Niederbayern tätig war, in der Familienpolitik und im Erhalt der bayerischen Heimat.

Katrin Ebner-Steiner gibt sich siegesgewiss:
»Die AfD wird in Bayern am 14. Oktober den Gipfel stürmen. Die CSU wird selbstverschuldet abstürzen.«

Horst Seehofer, Markus Söder und Alexander Dobrindt sind für die AfD-Politikerin »Geschichte«. Selbstbewusst sagt sie: »Die AfD Bayern ist die Zukunft.«

Der CSU wirft Katrin Ebner-Steiner vor, die bayerischen Bürger und die eigenen Wähler »verraten« zu haben: »Die AfD ist die neue bayerische Volkspartei. Wer bei der bayerischen Landtagswahl dennoch CSU wählt, der wählt Merkel und Masseneinwanderung.«

QUELLEBilder: imago
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