»Wir werden die CSU entlarven«

Der jüngste AfD-Kandidat für die Landtagswahlen in Bayern im Gespräch mit dem Deutschland Kurier

Oskar Lipp aus Ingolstadt ist jüngster AfD-Kandidat für die Landtagswahlen in Bayern. Der 22-jähirge Betriebswirt tritt im Stimmkreis Eichstätt als Direktkandidat an. Der Deutschland Kurier nahm ihn ins Kreuzverhör.

Deutschland Kurier: Ein langer Wahlkampf neigt sich dem Ende zu. Welche Bilanz ziehen Sie?

Oskar Lipp: Ich bin mit jedem Tag mehr motiviert, wie alle Mitglieder in unserem Kreisverband. Wir haben sehr viele engagierte und auch junge Mitstreiter – wir werden der CSU Beine machen.

DK: Warum sind sie politisch aktiv geworden?

Lipp: Ich war schon sehr früh politisch interessiert. Auf die AfD bin ich bereits im Jahr 2013 im Zuge der Euro-Rettungspolitik aufmerksam geworden. Ausschlaggebend für meinen Parteieintritt war die seit dem Jahr 2015 anhaltende Politik der Willkür, Rechtsbeugung und des Gesetzesmissbrauches.

DK: Die AfD erweckt mitunter den Eindruck, eine „Altherrenpartei“ zu sein. Sind Sie hier lediglich die Ausnahme von der Regel?

Lipp: Solche Bezeichnungen sind lediglich plumpe Versuche, die AfD als rückwärtsgewandt zu diffamieren und so in den Augen der Wähler zu beschädigen. Unsere Hauptwählergruppe sind die Erwerbstätigen zwischen 30 und 60, die die Hauptlast an Steuern und Abgaben tragen müssen. Sie schultern die Kosten für die Gesellschaftsexperimente der Regierung und wissen nicht wie es um ihre Rente steht.

Wir sind ein sehr dynamischer Kreisverband mit vielen jungen Mitgliedern. Etwa die Hälfte unserer aktiven Mitglieder sind unter 35 Jahre. Ich bin selbst das beste Beispiel, dass wir sehr viele junge aktive Mitglieder in der AfD haben.

DK: Welche landespolitischen Themen sind Ihnen wichtig?

Lipp: Mit Abstand die Frage der Inneren Sicherheit. Wir haben seit dem Jahr 2015 einen massiven Anstieg der Kriminalität in allen erdenklichen Bereichen, insbesondere wegen der Asylkrise. Hier müssen wir sofort gegensteuern. Das sind wir unseren Bürgern schuldig. Weitere für mich relevante Themen sind Digitalisierung, Landwirtschaft und Direkte Demokratie.

DK: Die AfD hat in den Umfragewerten zuletzt geschwächelt. Mit welchem Ergebnis rechnen Sie in Bayern am 14. Oktober?

Lipp: Wir werden die zweitstärkste Kraft im Maximilianeum!

DK: Das ist sehr optimistisch. Und wie realistisch schätzen Sie Ihre Chancen auf ein Mandat ein?

Lipp: Die Chancen stehen gut. Landtagswahlkämpfe sind Persönlichkeitswahlkämpfe und die Eindrücke die ich bislang sammeln konnte bestätigen mir, dass ich und mein Wahlkampfteam mit dem Programm der AfD bei den Wählern auf Interesse und Zustimmung stoßen. Der Wind dreht sich.

Die Wähler des Landkreises Eichstätt sind wertkonservativ und ich bin zuversichtlich dass sie am 14. Oktober ihr Kreuz bei mir, bei Listenplatz 13 machen werden.

DK: Wie hat Ihr persönliches Umfeld auf Ihre Kandidatur reagiert?

Lipp: Es überwiegt die Anerkennung für die Aufgabe. Ich will aber nicht verschweigen, dass Spitzenkandidaten der AfD auch gezielten Diffamierungskampagnen ausgesetzt sind. Bei alledem stehen meine Familie und meine Freunde fest an meiner Seite.

DK: Die anderen Parteien haben neuerdings den Begriff „Heimat“ für sich als Wahlkampfthema entdeckt. Hat die AfD hier versäumt, ein dieses wichtige Thema überzeugend für sich zu reklamieren?

Lipp: Es handelt sich nur um ein wahltaktisches Manöver. Die Altparteien schämen sich nicht Teile des AfD-Wahlprogramms zu übernehmen, um nicht noch mehr Stimmen zu verlieren. Gerade im Falle von Bündnis 90/ Die Grünen wirkt das geradezu lächerlich. Sie wettern gegen Flächenverbrauch und möchten die Masseneinwanderung auch noch anheizen! Zweifelsohne erkennt der Wähler dieses panische Umsteuern der Altparteien als übliches Täuschungsmanöver. Wir sind das Original und die einzige Partei in Deutschland, die sich wirklich für unser Land und unsere Heimat einsetzt.

DK: Würden Sie eine Koalition mit der CSU eingehen?

Lipp: Wir werden mit allen demokratischen Parteien Gespräche führen. Allerdings ist eine Koalition mit der aktuellen Parteienlandschaft undenkbar, insbesondere bei der aktuellen Aufstellung der CSU, die sich als Klatschverein für Angela Merkel hergibt. Wir verfolgen eine tiefgreifende Veränderung und wir werden die Rolle der CSU entlarven!

TEILEN