Jetzt im Werbegeschäft: Kai Diekmann (53)

Amigo-Affäre beim DFB?

Die Gemeinnützigkeit ist futsch, das Finanzamt fordert 19,2 Millionen Euro an Steuern nach. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist in Verruf geraten. Bei patriotisch gesinnten Fans stoßen zudem die trist-grau gezackten Trikots (früher: schwarz-rot-gold) auf breite Ablehnung. Ebenso die seelenlose Umbenennung des DFB-Teams in »Die Mannschaft« (früher: »Deutsche Fußballnationalmannschaft«).

Demnächst vielleicht »Migrationalmannschaft«?

Denn: Ausgerechnet Ex-Welcome-Aktivist Kai Diekmann soll das angekratzte DFB-Image unter dem blassen Präsidenten Reinhard Grindel aufpolieren.

Der vor einem Jahr abgehalfterte frühere ›Bild‹-Herausgeber (»Refugees welcome«) versucht sich derzeit mit einem Start-up in Berlin namens »Storymachine« als PR-Berater.

Vor einigen Wochen lancierte Wer auch immer die Medien-News: »Erster prominenter Kunde für Diekmann-Start-up: Storymachine soll DFB und Präsident Grindel zum Social-Media-Aufstieg verhelfen.«

Eine diesbezügliche Anfrage des Deutschland-KURIER beantwortete die DFB-Pressestelle am Gründonnerstag kurz und knapp: »Wir können Ihnen mitteilen, dass bislang seitens des DFB kein Vertrag mit dem Unternehmen Storymachine unterschrieben wurde.«

Möglicher Hintergrund, jedenfalls »bislang«:

Die Zusammenarbeit mit Diekmann soll innerhalb des DFB heftig umstritten sein.

Es könnte also sein, dass DFB-Boss Grindel, der bis 2016 für die CDU im Bundestag saß, inzwischen kalte Füße bekommen hat – zumal nach der Anfrage des Deutschland-KURIER.

Die ›DK‹-Redaktion hatte wissen wollen, was Diekmanns Dienste kosten sollten, ob der Auftrag ausgeschrieben wurde und ob es sich eventuell um einen »Freundschaftsdienst« unter Amigos noch aus Bonner Zeiten handeln könnte (Grindel war mal beim ZDF, Diekmann u.a. bei ›BUNTE‹).

Dazu blieben insbesondere folgende Fragen unbeantwortet:

  • »Trifft es zu, dass den DFB-Präsidenten mit Herrn Kai Diekmann ein langjähriges Duz-Verhältnis verbindet …?«
  • »Trifft es ferner zu, dass Herr Grindel (wie auch Herr Diekmann) dem 2017 verstorbenen Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl persönlich eng verbunden war?«
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